13.02.2018

Übertemperaturschutz in SMD-Technologie

Der Baustein RTS von Schurter wurde zum Schutz vor Überhitzung von hochintegrierter Leistungselektronik wie MOSFETs, ICs, IGBTs, Triacs, SCRs, usw. entwickelt. Vor der mechanischen Aktivierung lässt sich die Sicherung auf konventionellen Reflow-Lötanlagen mit Profilen bis 260 °C löten.


Bild: Schurter

Im Anschluss an das Reflow-Lötverfahren erfolgt eine mechanische Aktivierung, welche den RTS auf eine Auslösetemperatur von 210°C sensibilisiert. Dies kann manuell oder vollautomatisiert geschehen. Im Gegensatz zu einer elektrischen Aktivierung ist die mechanische eindeutig und sofort durch den Operator visuell erkennbar. Sie benötigt somit auch keinen zusätzlichen dritten Aktivierungskontakt.



Kompakt und belastbar

Der Übertemperaturschutz verkraftet Betriebsströme bis 100A bei Nennspannungen bis zu 60 VDC. Die Abmessungen des Bausteins betragen 6,6mm x 8,8mm. Kundenspezifische Varianten sind mit Shunt oder zusätzlicher Überstromsicherung verfügbar, wodurch der Platzbedarf weiter reduzierbar ist. Der Reflowable Thermal Switch erfüllt die Anforderungen gemäß AEC-Q200 und MIL-STD.



Schutz vor thermischem Durchgehen

Thermisches Durchgehen (Thermal Runaway) bezeichnet die Überhitzung eines Leistungshalbleiters aufgrund eines sich selbst verstärkenden, Wärme produzierenden Prozesses. Die Gründe hierfür liegen in der immer höheren Leistungsdichte und dem Trend zur Miniaturisierung von elektronischen Schaltungen.


RTS dient dem Schutz dieser Leistungshalbleiter. Im Falle eines thermischen Durchgehens unterbricht die nichtrückstellbare Sicherung den Stromkreis zuverlässig bei einer genau definierten Temperatur.


 


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