14.11.2017

Ledvance schließt Werke in Berlin und Augsburg

Das LED-Lampen- und Leuchten-Unternehmen Ledvance wird seine Werke in Berlin und Augsburg bis Ende 2018 schließen. Der Maschinenbau in Augsburg soll bis Ende 2019 eingestellt werden. Ledvance war Anfang 2016 aus dem Osram Geschäftsbereich für die Allgemeinbeleuchtung hervorgegangen.


Ledvance Hauptsitz in Garching bei München (Bild: Ledvance)

Seit 2017 ist Ledvance im Besitz eines Konsortiums unter Führung des strategischen Investors IDG Capital sowie des chinesischen Lichtunternehmens MLS und des Finanzinvestors Yiwu. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Ledvance einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro. Basierend auf einer Vereinbarung mit Osram darf Ledvance weiterhin den Osram-Markennamen für seine Produkte verwenden (Sylvania in den USA und Kanada).


Bislang waren knapp 9000 Mitarbeiter in über 120 Ländern für das Unternehmen tätig. Die Auslastung der Ledvance-Werke liegt nach eigenen Angaben trotz vorgenommener Restrukturierungen aktuell global teilweise nur noch bei 20 bis 40 Prozent. Die Produktpalette umfasst LED-Lampen, standardisierte LED-Leuchten, intelligente und vernetzte Lösungen in den Bereichen Smart Home und Smart Building sowie traditionelle Leuchtmittel.



In Deutschland ...

sind bis Ende 2021 rund 1.300 Arbeitsplätze von den gemeldeten Maßnahmen betroffen. Durch die geplanten Schließungen fallen in Augsburg und Berlin insgesamt rund 900 Arbeitsplätze weg, etwa 700 in Augsburg und 200 in Berlin. Die Werke in Eichstätt und Wipperfürth sollen fortgeführt werden. Auch dort sollen bis 2021 weitere 300 Arbeitsplätze wegfallen, davon 250 in Eichstätt.


Auch die Zentral-Funktionen in Deutschland werden im Zuge der geplanten Anpassung der Fertigungskapazitäten verschlankt. Dies betrifft neben den genannten Standorten hauptsächlich den Firmensitz in Garching (bei München). Hier sind circa 100 Arbeitsplätze betroffen.


 


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