ZVEI meldet Materialengpässe in der Kabelindustrie

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Der ZVEI äußert sich besorgt über die aktuelle Versorgungssituation in der Kabelindustrie. Nach Angaben des Branchenverbandes sind die Hersteller von Kabeln und Leitungen zunehmend mit Problemen in den Lieferketten konfrontiert.



Die Schwierigkeiten der Kabelhersteller beschränken sich dabei inzwischen nicht mehr nur auf einzelne Rohstoffe. Nachdem der ZVEI im Februar 2021 bereits auf Versorgungsprobleme der europäischen Kabelindustrie mit PVC (Polyvinylchlorid) hingewiesen hat, sind mittlerweile sind auch Engpässe bei den Kunststoffen PP (Polypropylen), PE (Polyethylen), PA (Polyamide) sowie bei Silikon und Weichmachern aufgetreten.

Diese Produkte werden wie PVC als Isolier- und Mantelmaterial verwendet. Außerdem treten inzwischen ebenfalls Versorgungsengpässe mit Kunststoffgranulaten auf. Hier sind Rohrhersteller betroffen, insbesondere die von Kabelschutzrohren, sowie Schalter- und Gehäusehersteller im Bereich der Elektroinstallation.


Laut ZVEI können die Engpässe ...

in den Endmärkten noch durch die Pufferleistungen des dreistufigen Vertriebs abgefangen werden. Die Kabelindustrie erwartet jedoch bei der Versorgung mit Vorleistungsprodukten im Kunststoffbereich vor dem Herbst keine Besserung. Darüber hinaus ist die Industrie auch von der europaweiten Knappheit bei den Rohstoffen Holz und Stahl aber auch bei Folien und Bändern betroffen.


Nicht nur die Kabelindustrie betroffen

Der ZVEI berichte, dass laut Ifo-Institut zuletzt knapp zwei Drittel der Elektrofirmen über Materialknappheit berichtet. Auch knappe und teure Frachtkapazitäten sind problematisch.

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