13.02.2020

ZVEI: Jahresergebnisse 2019 der deutschen Elektroindustrie

Der ZVEI hat analysiert, wie die deutsche Elektroindustrie das Jahr 2019 abgeschlossen hat und was die Branche im Jahresverlauf 2020 erwartet. Im Dezember 2019 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie 1,0 Prozent weniger Auftragseingänge als im Vorjahr.


Umsatzentwicklung (Grafik: ZVEI); bitte zum Vergrößern auf das Bild klicken

‚ÄěImmerhin war dieser R√ľckgang deutlich geringer als in den Monaten zuvor und auch niedriger als im Durchschnitt des gesamten letzten Jahres‚Äú, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. W√§hrend die Inlandsbestellungen im Dezember um 7,4 Prozent nachgaben, erh√∂hten sich die Auftr√§ge aus dem Ausland um 3,8 Prozent. Aus dem Euroraum gingen 8,5 Prozent weniger neue Bestellungen ein, aus Drittl√§ndern jedoch 10,6 Prozent mehr.


Im gesamten Jahr 2019 gingen die Bestellungen um 3,2 Prozent zur√ľck. Die Inlandsauftr√§ge (- 4,6%) fielen doppelt so stark wie die Auslandsauftr√§ge (- 2,2%). W√§hrend die Gesch√§ftspartner aus der Eurozone 4,6 Prozent weniger orderten als im Vorjahr, fiel der R√ľckgang der Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum mit minus 0,8 Prozent moderater aus.



Produktionszahlen

Die preisbereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2019 um 6,7 Prozent hinter ihrem Vorjahreswert zur√ľck. Kumuliert von Januar bis Dezember letzten Jahres nahm der Branchenoutput damit um 4,3 Prozent ab. W√§hrend die Kapazit√§tsauslastung zu Jahresbeginn 2020 nochmals um zwei Prozentpunkte auf 81,5 Prozent der betriebs√ľblichen Vollauslastung nachlie√ü, hat sich die Reichweite der Auftragsbest√§nde auf 3,4 Monate erholt.



1,5 Prozent Umsatzr√ľckgang im gesamten Jahr 2019

Beim Umsatz mussten die deutschen Elektrounternehmen im Dezember 2019 ein Minus von 3,5 Prozent gegen√ľber Vorjahr auf 15,1 Milliarden Euro hinnehmen. Inlands- und Auslandsumsatz gingen gleich stark zur√ľck (- 3,4% auf 7,0 Mrd. ‚ā¨ bzw. - 3,5% auf 8,1 Mrd. ‚ā¨). Die Gesch√§fte mit Partnern aus dem Euroraum gaben um 5,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro nach, die mit Partnern aus Drittl√§ndern um 2,7 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.


Im gesamten Jahr 2019 belief sich der aggregierte Branchenumsatz damit (vorl√§ufig) auf 190,5 Milliarden Euro ‚Äď ein Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2018. Die Inlandserl√∂se reduzierten sich hier um 2,2 Prozent auf 89,7 Milliarden Euro, die Auslandserl√∂se um 0,9 Prozent auf 100,8 Milliarden Euro. Das Gesch√§ft mit Kunden aus der Eurozone und Partnern aus Drittl√§ndern ging gleich stark zur√ľck: minus 1,0 Prozent auf 36,9 Milliarden Euro bzw. minus 0,9 Prozent auf 63,9 Milliarden Euro.


‚ÄěDas Gesch√§ftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat zu Jahresbeginn erstmals seit einem halben Jahr wieder in positives Terrain gedreht. Gleichzeitig haben die Unternehmen der Branche ihre Produktionspl√§ne stark nach oben revidiert‚Äú, erkl√§rte Dr. Gontermann. ‚ÄěWir gehen davon aus, dass sich die Elektroproduktion im Verlauf dieses Jahres erholen wird. Allerdings d√ľrfte der Output dabei kaum √ľber das 2019er Niveau hinauskommen.‚Äú


 


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