28.09.2015

ZVEI: Elektroindustrie wieder mit Exportplus

Der ZVEI hat die aktuellen Exporte der deutschen Elektroindustrie ananlysiert. Demnach haben sie zu Beginn des zweiten Halbjahres 2015 weiter kräftig zugelegt.


Im Juli kamen sie auf 14,8 Mrd. Euro und übertrafen damit ihren entsprechenden Vorjahreswert um 8,0 Prozent. „Es war der bislang höchste, jemals in einem Juli erzielte Exportwert überhaupt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres erhöhten sich die Branchenausfuhren um 8,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 101,7 Mrd. Euro.



Trotz des schwächeren Euros ...


haben auch die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland im Juli einen neuen Rekord erzielt. Sie zogen um 15,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 13,1 Mrd. Euro an. Zwischen Januar und Juli 2015 wuchsen die Importe um 12,8 Prozent auf 91,5 Mrd. Euro. „Verglichen mit den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres hat sich der Exportüberschuss damit um knapp drei Mrd. Euro verringert“, so Dr. Gontermann.



Gute Geschäfte in der Eurozone

Die deutschen Elektroexporte in die Eurozone stiegen im Juli um 9,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 4,5 Mrd. Euro. Die höchsten Zuwächse wurden dabei im Geschäft mit Irland (+43,4 % auf 128 Mio. €), Finnland (+32,8 % auf 133 Mio. €), den Niederlanden (+23,6 % auf 779 Mio. €) und Spanien (+21,2 % auf 492 Mio. €) erzielt. Auch die Lieferungen in die Slowakei (+20,8 % auf 181 Mio. €) und nach Italien (+13,2 % auf 691 Mio. €) erhöhten sich zweistellig.


Die Ausfuhren nach Frankreich (+1,0 % auf 936 Mio. €), Österreich (+3,1 % auf 602 Mio. €) und Portugal (+3,7 % auf 95 Mio. €) entwickelten sich indessen verhaltener. Starke Rückgänge waren im Juli bei den Elektroexporten nach Griechenland (-59,2 % auf 22 Mio. €), Slowenien (-11,8 % auf 47 Mio. €) und Belgien (-5,3 % auf 326 Mio. €) zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum von Januar bis Juli 2015 stiegen die Branchenausfuhren in den Euroraum um 5,5 Prozent gegenĂĽber Vorjahr auf 31,9 Mrd. Euro.



USA ĂĽberflĂĽgelt China

Mit 10,3 Mrd. Euro fielen die Elektroausfuhren in Drittländer – außerhalb der Eurozone – im Juli 2015 um 7,0 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Die stärksten Zuwächse gab es hier im Geschäft mit Mexiko (+43,6 % auf 172 Mio. €), Malaysia (+23,5 % auf 241 Mio. €), der Türkei (+21,3 % auf 264 Mio. €), den USA (+14,3 % auf 1,4 Mrd. €), der Schweiz (+14,3 % auf 569 Mio. €) und Ungarn (+14,3 % auf 385 Mio. €).


Überdurchschnittlich legten auch die Branchenexporte nach Großbritannien (+12,4 % auf 807 Mio. €), Indien (+9,7 % auf 189 Mio. €) und Tschechien (+9,6 % auf 539 Mio. €) zu. Mit einem Plus von lediglich 0,8 Prozent (wiederum gegenüber Vorjahr) auf 1,3 Mrd. Euro sind die Exporte nach China im Juli dagegen kaum gewachsen. Im Geschäft mit Japan gab es immerhin wieder ein Plus von 4,0 Prozent auf 238 Mio. Euro. Die Exporte nach Russland gingen weiter zurück (-32,4 % auf 255 Mio. €). Die Lieferungen nach Südkorea sanken um 12,6 Prozent auf 215 Mio. Euro.


In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres stiegen die Elektroexporte in Drittländer um 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 69,8 Mrd. Euro. „Dabei hat das Wachstum der Branchenausfuhren in die USA um 19,0 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro die spürbar nachlassende Dynamik der Exporte nach China, die im selben Zeitraum nur um 4,9 Prozent auf 8,7 Mrd. Euro gestiegen sind, mehr als wettgemacht“, sagte Dr. Gontermann.


 


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