02.10.2019

ZVEI analysiert Prozessautomations-Branche 2019

Der ZVEI hat analysiert, wie sich die Lage der Prozessautomations-Unternehmen in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 entwickelt hat. Ein erstes Resümee fällt positiv aus, weist aber auf kommende Herausforderungen hin.


© ZVEI

Die globalen Auftragseingänge bei den Mitgliedsunternehmen des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung liegen im ersten Halbjahr 2019 um fünf bis sieben Prozent, für Deutschland um zwei Prozent höher gegenüber Vorjahr.


„Auch 2019 wird ein positives Jahr bei den Herstellern aus der Prozessautomation, doch das Umfeld gestaltet sich zunehmend herausfordernder“, erklärte Stephan Neuburger, Stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung im ZVEI-Fachverband Automation auf der Jahrestagung in Würzburg.



Für das Gesamtjahr 2019 ...

wird bei den globalen Auftragseingängen ein mittleres einstelliges Wachstum erwartet, für 2020 dagegen ein leicht zurückgehender Auftragseingang. Dennoch wird noch mit einem Wachstum von zwei bis fünf Prozent gerechnet.



Positive Impulse …

kommen aus dem Mittleren Osten und Südamerika, besonders aus Indien und Brasilien. Auch die USA verzeichnet noch Wachstum, jedoch verhaltener als in den vergangenen beiden Jahren und mit einem Einbruch bei den Öl- und Gasinvestitionen. Die Bilanz für Europa ist durchwachsen, aber dennoch positiv: Der französische Markt wächst kontinuierlich, während in Deutschland das Wachstum geringer ausfällt. Sehr positiv entwickeln sich die Märkte in China und Russland.



Zurückhaltende Erwartungen

Die einzelnen Segmente der Prozessautomation entwickeln sich Anfang 2019 weiterhin positiv. Die Bereiche Chemie, Pharma und Wasser/Abwasser sowie Nahrungs- und Genussmittel und Mineral- und Bergbau verzeichnen besonders positive Ergebnisse.


„Das handelspolitische Umfeld sorgt für eine gewisse Vorsicht bei den Erwartungen der Mitgliedsunternehmen“, so Neuburger. Risikofaktoren sind der Handelskonflikt zwischen der USA und China, der Brexit, Währungsverwerfungen, zum Beispiel in Argentinien und der Türkei, sowie der Fachkräftemangel und das durch die Situation in der Automobilbranche und dem Maschinenbau zuletzt schwächere OEM-Geschäft.


 


--> -->