20.12.2018

Weidmüller: Umsatzprognose für 2018

Weidmüller erwartet für 2018 einen Gesamtumsatz von über 820 Millionen Euro, was einem zweistelligen Umsatzwachstum entspricht. Das gab das Unternehmen auf dem diesjährigen Jahresabschlussgespräch am Hauptsitz in Detmold bekannt.


Technologievorstand Volker Bibelhausen, Vorstandssprecher Jörg Timmermann sowie Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar (v.l.n.r.); Bild: Weidmüller

Wichtig waren für Weidmüller in diesem Jahr z.B. der Ausbau des „u-mation“ Automatisierungssystems, die Übernahme der Mehrheit am Visualisierer GTI im Sommer sowie die Kooperation mit dem österreichischen Spezialisten Keba. Weidmüller bietet ein Programm an kommunikationsfähigen Komponenten zur Bereitstellung und Verarbeitung von Prozessdaten an.


„Wir stellen fest, dass Weidmüller bei vielen Kunden nicht mehr allein mit passiven Komponenten, sondern auch mit Digitalisierungsthemen wie Industrial Analytics assoziiert wird. Zudem schätzen Kunden unsere Lösungskompetenz im Schaltschrankbau“, erklärt Weidmüller Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar.


Das macht sich auch beim Umsatz bemerkbar – mit einem Wachstum von mehr als 25 Prozent steuert die Division Automation Products and Solutions, welche sich überwiegend mit Lösung für die Automatisierung und Digitalisierung beschäftigt, einen immer größeren Teil dazu bei. „Auf der SPS IPC Drives Ende November in Nürnberg haben wir eine Automatisierungslösung in einem Demonstrator gezeigt, der erstmalig mit Systemen von Weidmüller gesteuert wurde“, erklärt Álvarez Tobar.


Gleichzeitig erreicht der Trend der Digitalisierung in der Industrie auch rein elektromechanischen Komponenten wie Steckverbinder. Diese werden zukünftig Daten an Schnittstellen in Anlagen sammeln und kommunizieren, was zu neuen Services führen und die Verfügbarkeit erhöhen wird. Auf diese Trends hat das Unternehmen mit der Etablierung des Smart Connectivity Competence Centers in Lemgo im Oktober reagiert, wo Entwickler an Themen zum Wandel der industriellen Infrastruktur und der digitalen Beschreibung der Produkte arbeiten. Daneben nehmen Services und Dienstleistungen bei Weidmüller einen zunehmend wichtigen Teil ein.



Ausblick für 2019

Für das Jahr 2019 ist der Vorstand der Weidmüller Gruppe trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren insgesamt zuversichtlich, erwartet jedoch eine deutlich zurückgehende Wachstumsdynamik. Der Branchenverband Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) geht 2019 von einem Wachstum von 4 Prozent aus, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) rechnet mit einem Wachstum von 2 Prozent.Den finalen Jahresabschluss wird Weidmüller auf der Hannover Messe im kommenden April präsentieren.


 


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