Update für die PLS Universal Debug Engine

EMBEDDED SYSTEMS

Mit neuen Funktionen, die Entwicklern das Debugging und die Trace-basierte Analyse von Microcontroller-Anwendungen erleichtern sollen, ist das von PLS Programmierbare Logik & Systeme präsentierte Major-Release UDE 2026 seiner Universal Debug Engine ausgestattet. Parallel dazu wurde das Portfolio unterstützter Microcontroller und Embedded-Prozessoren erweitert.



Es wurde unter anderem für die Laufzeitanalyse von RTOS- und AUTOSAR-basierten Applikationen die Funktion zur CPU-Auslastung erweitert. Ab sofort können die Daten für die Berechnung nicht nur durch das Trace-System des jeweiligen Microcontrollers ermittelt werden, sondern alternativ auch durch Abtastung über das Debug-Interface. Diese Methode ist zwar statistisch etwas ungenauer, bietet aber auch den großen Vorteil, dass die CPU-Auslastung auch für MCUs ohne Trace-Unterstützung ermittelt werden kann.

  • Eine detaillierte Visualisierung des Laufzeitverhaltens von AUTOSAR-Applikationen ermöglichen zusätzliche Betriebssystem-Hooks, die im AUTOSAR Runtime Interfaces (ARTI) definiert sind. UDE nutzt diese, um Service-Calls und Spinlocks zusätzlich zu den Tasks und Interrupts im Execution Sequence Diagramm darzustellen.
  • Um die Entwicklung von Skripten für die Automatisierung von Debug-Aufgaben und Softwaretests mittels der Skriptsprache Python zu erleichtern, bietet die UDE 2026 innerhalb der integrierten Python-Konsole künftig zudem einen eigenen Script-Debugger an. Dieser erlaubt sowohl Breakpoints und Single-Stepping im Python Code als auch die Anzeige von Python-Variablen über ein eigenes Watch-Fenster.
  • Zudem erfolgten laut PLS bei der UDE 2026 spezielle Erweiterungen und Anpassungen für einzelne MCU-Familien und Bausteine wie beispielsweise den Infineon AURIX TC4Dx. So wurde beispielsweise für die Laufzeitbeobachtung von virtualisierten Applikationen die Trace-Unterstützung erweitert, wodurch nun auch die vom Hardware-Hypervisor des TC4x verwalteten Virtual Machines in den Trace-Aufzeichnungen sichtbar werden.
  • Außerdem unterstützt die UDE 2026 auch die Trace-Funktionen im sogenannten Production Device. Dies erlaubt, dass Traces nicht nur während der Entwicklungsphase unter Benutzung von Emulation Devices aufgezeichnet werden können, sondern auch später im Feld unter Einsatz der Standard-MCUs. Hardwarebedingt ist die Trace-Funktionalität hinsichtlich der verfügbaren Trace-Speichergröße eingeschränkt und erlaubt nur eine einzige Trace-Aufzeichnung nach einem Neustart bzw. Reset der Applikation respektive des Controllers.
  • Für die AURIX TC3xx-basierten TTControl Steuergeräte der TTC 2300 und der TTC 2030 Serien bietet die Debug Maschine vorbereitete Target-Konfigurationen, die Anwendern dieser ECUs eine fertige Debug-Umgebung bereitstellen, ohne dass vorher die ECU-spezifischen Konfigurationen vorgenommen werden müssen.


Die von PLS neu unterstützten Architekturen, Baustein-Familien und embedded-Prozessoren sind schwerpunktmäßig auf Arm Cortex-Kernen basierende Controller wie beispielsweise die S32K5 Automotive MCUs von NXP, die STM32H5-MCU von STMicroelectronics, die Mixed-Signal Industrial Microcontroller MSPM0 und MSPM33 von Texas Instruments, die MCUs der Infineon MOTIX-Familie sowie die Multi-Core Automotive MCUs der THA6 Gen2 Serie des chinesischen Chip-Herstellers Tongxin Micro. Für die offene RISC-V Architektur hat PLS die Unterstützung der AndesStar V5 32-Bit Architektur von Andes implementiert. 


Die Markteinführung der UDE 2026 ist ab Anfang Mai dieses Jahres geplant.