Temperaturmesstechnik über IO-Link

MESSTECHNIK SENSORIK

Um Temperaturmesstechnik auf Basis von Widerstands-Thermometern oder Thermoelementen in eine digitalisierte Umgebung einzubinden, bietet ifm ein IO-Link-Temperaturmess-Modul an.



Die Temperaturmessung im industriellen Produktionsumfeld basiert in den meisten Fällen auf zwei physikalischen Effekten: der Temperaturabhängigkeit eines Widerstands oder dem thermoelektrischen Effekt (Seebeck-Effekt). Für solche Widerstandsthermometer (Pt100 und Pt1000) und Thermoelemente (Typ J und Typ K) bietet ifm IO-Link-Temperaturmess-Module an. Die Temperaturmesswerte werden dann über IO-Link digital für übergeordnete Steuerungen zur Verfügung gestellt.


Wie funktioniert die Parametrierung über IO-Link?

Der Anschluss der Widerstandthermometer und Thermoelemente erfolgt über vier M12-Steckverbinder auf dem Modul. Der Anschluss der Widerstandthermometer ist in 2-, 3- oder 4-Leitertechnik möglich. Die Parametrierung der einzelnen Anschlüsse erfolgt über IO-Link. Dort wird der Typ des Messelements – Pt100, Pt100, Thermoelement Typ J oder Typ K – festgelegt.

Bei den Thermoelementen können in Abhängigkeit von der Messleitung zusätzlich noch die Parameter Cold-Junction-Offset und Zero-Point-Calibration eingestellt werden. Die Auflösung der Temperaturmessung beträgt mit dem Modul 0,01°C und die Genauigkeit liegt über den gesamten Messbereich bei ±0,3%.

Mit Schutzart IP67 oder IP69K können die Module auch für den rauen Industrieeinsatz verwendet werden.

Die IO-Link-Temperaturmess-Module eignen sich für Anwendungen, in denen mehrere Temperaturen erfasst werden müssen und in denen Messwiderstände oder Thermoelemente eingesetzt werden. Ein Beispiel ist das Thermoformen von Bauteilen für den Fahrzeuginnenraum. Hier kommt es darauf an, dass über das gesamte Bauteil hinweg die Temperaturen exakt kontrolliert werden. Weitere Anwendungen finden sich in Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen sowie der Erzaufbereitung im Bergbau.