Mit dem Embedded-Connectivity-Toolkit von TeleCANesis steht eine Middleware-Plattform für die Verbindung verteilter Embedded-Systeme mit mehreren Schnittstellen und Kommunikationsprotokollen zur Verfügung. Die Software erzeugt automatisch Code für Datenanbindungen und übernimmt im Runtime-System unter anderem Verbindungen, Protokollkonvertierung und Signalweiterleitung.
Die TeleCANesis-Plattform besteht aus einem konfigurierbaren Runtime-Kern sowie Werkzeugen für Systemarchitekten und Softwareentwickler. Damit lassen sich Hardware-Konfigurationen, Busstrukturen, Protokollzuordnungen und Nachrichtenrouten definieren und anschließend in die Software eines Zielsystems integrieren.
- Der Engine bildet den Runtime-Kern und stellt Dienste für Konnektivität und Protokollkonvertierung bereit.
- Der Hub ist eine Webanwendung für Systementwurf und Initialisierung und erzeugt per Codegenerierung Bindings für HMI-, Service- und Applikations-Endpunkte.
- Der Builder ist eine Erweiterung für VSCode, über die Entwickler die Middleware in eine vorhandene Codebasis integrieren können.
Technische Merkmale:
- Runtime-Kern: TeleCANesis Engine für Konnektivität und Protokollkonvertierung
- Systemkonfiguration: Webanwendung TeleCANesis Hub
- Entwicklungsintegration: TeleCANesis Builder als VSCode-Erweiterung
- Hardware-Busse: CAN, GPIO und Modbus
- Protokolle: MQTT, ZeroMQ und REST
- Datenformate: JSON, BSON, CAN, RAW und weitere
- HMI-Umgebungen: Crank Storyboard, DiSTI GL Studio, Slint und Unity
- Applikationsprotokolle über Plugins: J1939, ISOBus, NMEA 2000 und RVC
- Codegenerierung: Bindings für HMI-, Service- und Applikations-Endpunkte
- Konfiguration: Hardware, Bus-Layouts, Protokoll-Mapping und Message-Routing
Die Architektur kann über zusätzliche Plugins erweitert werden, ohne dafür den Runtime-Kern neu aufzubauen. Damit können beispielsweise anwendungsspezifische Protokolle oder weitere Transport-Schnittstellen eingebunden werden. Für eigene Erweiterungen steht ein Software Development Kit (SDK) zur Verfügung. Es enthält ein Framework zur Entwicklung von Plugins für kundenspezifische Protokolle oder Transport-Schnittstellen.
Wo braucht man das?
Das Toolkit ist für verteilte Embedded-Systeme vorgesehen, in denen Daten zwischen mehreren Schnittstellen, Bussystemen, HMI-Anwendungen und Cloud-Diensten ausgetauscht werden. Als Einsatzbereiche führt das Ausgangsmaterial intelligente Zustandsüberwachung, Maschinensteuerungen, Asset-Tracker, medizinische Monitore sowie EV-Anwendungen einschließlich industrieller AGVs und Robotik auf.
Weitere Anwendungen ergeben sich aus den unterstützten Applikationsprotokollen: J1939 und ISOBus werden in Landmaschinen und schweren Industriefahrzeugen eingesetzt, NMEA 2000 in Marinesystemen und RVC in Freizeitfahrzeugen. Die Plattform kann außerdem in Edge-Systemen eingesetzt werden, die Daten verarbeiten, zeitkritische Entscheidungen ausführen und mit anderen Edge-Geräten oder Cloud-Diensten für Analysen, Machine Learning, digitale Zwillinge und OTA-Updates kommunizieren.









