Startup entwickelt Feststoffbatterien auf Lithiummetallbasis

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG LADETECHNIK

BTRY- ein Spin-off der Schweizer Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) - hat eine Technologie für Dünnschicht-Festkörperbatterien entwickelt.



Das Empa-Spin-off BTRY will Dünnschichtbatterien entwickeln, die sicherer und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus sind. Nach Angaben des Unternehmens sind sie umweltfreundlicher in der Herstellung und lassen sich in einer Minute auf- und entladen.

Die Feststoffbatterie auf Lithiummetallbasis hält rund zehnmal so lange wie ein Lithium-Ionen-Akku und ist unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Außerdem ist sie nicht brennbar.


Wie funktioniert das?

BTRY (gesprochen „battery“) arbeitet an einer Dünnschicht-Festkörperbatterie, bei der die Dünnschichtzellen aufeinander gestapelt werden, um die Kapazität zu erhöhen.

Die Herstellung der Dünnschichtzellen erfolgt mittels Vakuumbeschichtung: Die Materialien werden dabei in einer Vakuumkammer zu einzelnen Atomen zerstäubt, die sich dann in einer präzise kontrollierten Schicht auf dem Zielsubstrat absetzen.

Solche Herstellungsmethoden werden auch bei der Herstellung von Halbleiterchips und Glasbeschichtungen genutzt. Dabei werden keine toxischen Lösungsmittel benötigt.


Die Vision

In den nächsten zwei Jahren sollen sowohl die Fläche als auch die Anzahl der Schichten gesteigert werden. Zurzeit bestehen die Batterien aus zwei Schichten von zirka 1mm x 3mm. Geplant ist als nächstes eine Batterie von rund einem Quadratzentimeter mit zwei bis drei Schichten.


Investoren gesucht

BTRY wurde von der Innosuisse gefördert und schaffte es in den «Business Incubator» der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Außerdem unterstützt ein «Empa Entrepreneur Fellowship» das Team für ein Jahr. Zusätzliche Förderung erhalten Empa-Spin-offs in den Business-Inkubatoren glatec in Dübendorf und Startfeld in St. Gallen.

Weitere Investoren und Förderer sind willkommen.

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