21.10.2015

Signalverarbeitungs- und Power-Management-Bausteine für Hörhilfen

ON Semiconductor bringt zwei Produkte für die Entwicklung von Hörhilfen: HPM10, eine integrierte Power-Management-Schaltung (PMIC); sowie Ezairo 7150 SL, einen für drahtlosen Betrieb geeigneten Audio-Prozessor.


Der Ezairo 7150 SL verwendet die proprietäre Digitalverarbeitungstechnologie des Unternehmens und stattet Hörhilfen und Cochlea-Implantate mit drahtloser Konnektivität aus. Das Hybridmodul basiert auf der programmierbaren 24-Bit-Mixed-Signal-DSP-Plattform Ezairo 7100. Diese SIP-(System in Package-)Lösung sorgt für einen drahtlosen Multi-Protokoll-Betrieb und ist für Applikationen im 2,4-GHz-Band optimiert, einschließlich Bluetooth Low-Energy (BLE). Im Ezairo 7150 SL ist der EA2M integriert, ein energiesparendes serielles 2-Mb- CMOS-EEPROM zum Einsatz als Speicher für Hörgeräte-Firmware und Parameter.

 


Referenzdesign und mehr...

ON Semiconductor stellt ein komplettes Referenz-Design für eine Hinter-dem-Ohr-(BTE, Behind the Ear-) Hörhilfe zur Verfügung. Das Referenz-Design umfasst Software, Hardware und Firmware, die Drahtlos-Features ermöglichen. Die Funktion Regelung über BLE (CoBLE) versetzt die Anwender von Hörgeräten in die Lage, von ihrem Smartphone aus ein ganzes Spektrum von Parametern einzustellen.


Der Nutzer kann die Lautstärke der Hörhilfen regeln, Programmänderungen vornehmen, den Batteriestatus überprüfen und telefonische Hinweise empfangen. Darüber hinaus enthält der Baustein eine “Finde-mich”-Funktion, mit der Anwender ein verlegtes Hörgerät aufspüren können. Mithilfe des proprietären Audio-Streaming-Protokolls lässt sich Musik von jeder beliebigen externen Audio-Quelle (Smartphones, Tabletts, Fernsehempfänger etc.) über einen Remote Dongle streamen. Bei guten Umgebungsbedingungen kann der Verbindungsbereich bis zu 10 Meter reichen.

 


Powermanagement für Hörhilfen

Das HPM10 ist ein Power Management-IC (PMIC), der eine Lösung für wiederaufladbare Batterien in Hörgeräten und Hörimplantaten bietet. Der PMIC erzeugt die von der Hörhilfe benötigte Spannung und verwaltet außerdem die Auflade-Algorithmen so, dass die Batterielaufzeit und die Anzahl der Ladezyklen optimiert werden. Zu den unterstützten wiederaufladbaren Chemikalien zählen Silber-Zink (AgZn) und Lithium-Ionen (Li-Ion). Der HPM10 erkennt zwar auch Zink-Luft-(Zn–Air-) sowie Nickel-Metallhydrid-(Ni-Mh-)Batterien, aber er lädt sie nicht auf.

 


Laden nach aktuellen Parametern

Die in den HPM10 eingebaute Auflade-Kommunikationsschnittstelle (CCIF, Charger Communication Interface) kann während des Ladeprozesses Daten an die Hörhilfe und das Ladegerät übermitteln. Auch Batterie-Parameter wie Spannungspegel, Strompegel, Temperatur und verschiedene Formen von Batteriefehlern können kommuniziert werden. Unterschiedliche Ladeparameter, die für Größe und Art der Batterie kennzeichnend sind, können auf dem OTP-(One-Time Programmable-) Speicher des HPM10 abgelegt werden.


 


--> -->