RISC-V-Mikrocontroller für den Automotive-Bereich

EMBEDDED SYSTEMS

Eine Familie von Automotive-Mikrocontrollern auf Basis von RISC-V hat Infineon angekündigt. Ein virtuelles Prototypen-Kit ist schon verfügbar.



Infineon wird in den kommenden Jahren eine Familie von Automotive-Mikrocontrollern auf Basis von RISC-V auf den Markt bringen. Die Familie wird Teil der Automotive-Mikrocontroller-Marke AURIX des Unternehmens werden und das die TriCore- (AURIX TC-Familie) und Arm-Sortiment (TRAVEO-Familie, PSOC-Familie) erweitern.

Die neue AURIX-Familie soll Automotive-Anwendungen abdecken mit Einsteiger-MCUs bis zu Hochleistungs-MCUs unterstützen. Vorgestellt wird jetzt ein virtueller Prototypen, der von Ökosystem-Partnern unterstützt wird. Es handelt es sich um ein Starter-Kit, mit noch vor Verfügbarkeit der Hardware mit der Software-Entwicklung begonnen werden kann. Das virtuelle Prototypen-Kit basiert auf der Tool-Suite von Synopsys.


Unterstützung durch Ökosystem

Infineon hat nach eigenen Angaben bei Automotive-Mikrocontrollern einen Marktanteil von 28,5 Prozent (Quelle: TechInsights: Automotive Semiconductor Vendor Market Shares. 2001 bis 2023). Durch das Joint Venture Quintauris arbeitet Infineon mit anderen Unternehmen der Halbleiterindustrie im Bereich RISC-V zusammen.

Partner wie IAR, Elektrobit, Green Hills, HighTec, Lauterbach, PLS, Synopsys und Tasking haben ihre Arbeit mit dem Kit bereits begonnen und werden in Kürze erste Lösungen zeigen. Weitere Partner werden im Laufe des Jahres 2025 folgen. Basierend auf ihren Lösungen wird sich der virtuelle Prototyp zu einem digitalen Zwilling von Infineons Mikrocontroller-Familie entwickeln.