23.04.2003

Prozessor zur CCD-Bildverarbeitung

Viel Analoges in einem Gehäuse


Der von Datel angebotene ADCDS-1405 ist ein Bildverarbeitungsbaustein, der im 40Pin-TDIP eine korrelierende doppelte Abtastfunktion (CDS: Correlated Double Sampling) mit einem 5MHz-Sampling-A/D-Wandler (14 Bit) kombiniert. Der Chip basiert auf SMT-Bestückungstechniken, die erlauben, mehrere Mixed-Signal-ICs und passive Bauteile in ein Gehäuse zu packen. Bei Applikationen, die nicht die maximale Wandlungsrate benötigen, kann der Benutzer die Bandbreite der analogen Eingangsstufe begrenzen, um bestmögliche Rauschwerte (SNR) bei niedrigeren Sampling/Wandlungsraten zu erhalten. Der Baustein benötigt zwei extern generierte Steuersignale, um das Ausgangssignal des CCDs genau zu digitalisieren: „Reference Hold“, um das CCD-Referenzsignal zu erfassen und den „Start Convert“ Befehl. Das CDS ist eine analoge Subtraktionsfunktion, die Effekte wie Restladung, Ladungsinjektion, kT/C Rauschen auf dem freischwebenden Ausgangskondensator des CCD vermeidet. Weitere Funktionen sind ein konfigurierbarer Eingangsverstärker, programmierbare analoge Eingangsbandbreite, der Abgleich von Verstärkung und Offset, Out-of-Range Anzeige, interner Steuerschaltkreis sowie eine genaue Referenzspannungsquelle. Anwendungen sieht Datel z.B. bei Photo-CD Bildaufzeichnung, in der medizinisch-diagnostischen Bilderfassung, für die Infrarot-Darstellung, für Grafikabtastungen, bei elektronischen Studio- und Handkameras, für die wissenschaftliche Bilddarstellung in der Astronomie, der Spektroskopie und der Elektro-Fotometrie. Der ADCDS-1405 benötigt 700mW bei ±5V- und +12V- Versorgungen.


 


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