Power-Management-IC für STM32MP1-Mikrocontroller von STMicroelectronics

PRODUKT NEWS STROMVERSORGUNG POWERMANAGEMENT

Das Power-Management-IC des Typs STPMIC1 von STMicroelectronics enthält unter anderem vier DC/DC-Abwärtswandler, einen DC/DC-Aufwärtswandler und sechs Low-Dropout-Regler (LDOs).



Der Chip ist für den Einsatz als Companion-PMIC für die Multicore-Mikroprozessoren der Reihe STM32MP1 von ST konzipiert, die einen oder zwei Arm Cortex-A7- und Cortex-M4-Cores, eine optionale 3D-Grafikeinheit sowie analoge und digitale Peripherie enthalten. Das Power-Management-IC übernimmt das Sequencing beim Ein- und Ausschalten und erfüllt die Genauigkeits- und Einschwingzeit-Spezifikationen der STM32MP1-Reihe.

 

Die Firma Octavo Systems hat mit dem STM32MP1 und dem STPMIC1 die unter der Bezeichnung OSD32MP1x angebotene Familie von Mikroprozessor-SiPs (System-in-Package) entwickelt, die bis zu 64 % weniger Platz beanspruchen als ein gleichwertiges, mit diskreten Bauteilen implementiertes System und gleichzeitig technische Herausforderungen wie das Power Sequencing bewältigen.

 

Abgesehen von der Bereitstellung der Versorgungsspannungen für den Mikroprozessor und externe Systemkomponenten stellt der STPMIC1 auch eine Referenzspannung für DDR-Speicher, einen für 500mA ausgelegten USB-OTG-Power-Switch und einen universell verwendbaren Power-Switch zur Verfügung. Über eine I²C-Schnittstelle und weitere Pins kann der PMIC von einem Mikroprozessor gesteuert werden.

 

Die vier Abwärtswandler des PMIC sind laut ST für kurze Einschwingzeiten und eine präzise Regelung der Ausgangsspannung ausgelegt, um unterschiedlichsten Betriebsbedingungen gerecht zu werden. Ein PFM-Modus (Pulsfrequenz-Modulation) soll die Energieeffizienz bei geringer Last verbessern, und im normalen Betrieb sorgt die PWM-Synchronisation für eine Minimierung der elektromagnetischen Interferenzen (EMI).

 

Der Aufwärtswandler, der optional einen Bypass-Modus bietet kann bis zu zwei USB-Ports versorgen. Von den sechs LDO-Kanälen ist einer für die DDR3-Terminierung ausgelegt und kann im Verbund mit Low-Power-DDR-Speichern im Bypass-Modus arbeiten. Ein weiterer Kanal bietet eine automatische Quellen-Erkennung zur Versorgung eines USB-PHY. Die übrigen vier LDOs schließlich sind als Universal-Ausgänge konzipiert.

 

Das ergänzend angebotene Evaluation Board STEVAL-PMIC1K1 dient dem Prototyping mit dem STPMIC1. Das Board verfügt über Drucktaster und digitale I/O-Leitungen zum Triggern der PMIC-Features sowie über Header-Anschlüsse für den Zugriff auf die Regler und Schalter. Zum Konfigurieren der Register des Bausteins gehört zusätzlich ein USB-Dongle zum Lieferumfang.

 

Der STPMIC1 wird bereits hergestellt. In einem 5mm x 6mm x 0,8mm großen WFQFN-Gehäuse mit 44 Anschlüssen ist er zu Preisen ab 1,70 US$ (ab 1.000 Stück) verfügbar. 

Fachartikel

Präzisions-Designs mit differenzieller Verstärker-Ansteuerung
Probleme und Lösungsansätze für IEEE 1588 Implementierungen
Kabellose Energieübertragung: Spulen als zentrale Bauelemente