15.05.2018

Photonik-Branche in Deutschland 2017: Umsatzplus von zwölf Prozent

Der Industrieverband Spectaris präsentierte die Zahlen des Jahres 2017 für die Photonik-Branche in Deutschland: Die über 1.000 deutschen Unternehmen der optischen Industrie konnten 2017 ihren Umsatz um zwölf Prozent auf über 34,8 Milliarden Euro steigern. Der Erfolg der Photonik-Unternehmen spiegelt sich auch bei der Beschäftigtenzahl wieder. Diese konnte von 2016 auf 2017 um mehr als fünf Prozent auf zirka 130.000 Beschäftigte gesteigert werden.


Gliedert man den Photonik-Markt nach Anwendungsbereichen, dann spielen laut Spectaris für Deutschland die Bereiche Analysen- und Messtechnik, Medizintechnik, Produktionstechnik sowie optische Komponenten und Bauteile die größte Rolle. Diese vier Felder machen zusammen fast drei Viertel des Gesamtumsatzes der deutschen Photonikbranche aus.

 


Der starke Branchenzuwachs ...

resultiert aus dem dynamischen Auslandsgeschäft: Im abgelaufenen Jahr konnte der Auslandsumsatz um 14,7 Prozent auf fast 24,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Die meisten Exporte gingen dabei in die Länder der Europäischen Union (46 Prozent), gefolgt von Asien (25 Prozent) und Nordamerika (13 Prozent). Die deutschen Photonik-Firmen haben eine Exportquote von rund 70 Prozent.

 

Spectaris präsentiert außerdem den Weltmarktindex Optische Technologien. In diesem Index spiegeln sich die Umsatzentwicklungen von 15 internationalen und börsennotierten Unternehmen der Branche wider. Der Indexwert liegt aktuell um 60 Prozent über dem Referenzwert aus 2007. Er ist damit deutlich stärker gewachsen als das globale Bruttosozialprodukt.

 

Ausblick

Experten rechnen in den kommenden Jahren mit einem Anstieg des Photonik-Weltmarktes von 530 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 auf 796 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von mehr als acht Prozent. Ein Blick in die Regionen zeigt jedoch eine unterschiedliche Dynamik. China hat im letzten Jahrzehnt seinen Marktanteil mehr als verdoppelt und liegt deutlich vor anderen Photonik-Schwerpunkten in der Welt. Europa verliert etwas, jedoch nicht so deutlich wie Japan – einstiges Vorzeigeland für optische Technologien.


 


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