Die omnipolaren AMR-Sensoren VCS2381, VCS2382, VCS2383 und VCS2395 für die berührungslose Erkennung von Magnetfeldern erfassen innerhalb der Chipebene sowohl Nord- als auch Südpol unabhängig von der Magnetausrichtung und arbeiten mit einer mittleren Stromaufnahme von IAVG = 450nA.
AMR steht für „Anisotropic Magneto-Resistance“. Die Sensoren nutzen eine dünne Schicht aus ferromagnetischem Material, deren elektrischer Widerstand sich abhängig vom Winkel zwischen Stromfluss und Magnetisierung verändert.
Wie funktioniert das?
Eine interne Auswerteschaltung mit Schmitt-Trigger setzt die Widerstandsänderung in ein digitales Ausgangssignal um. Überschreitet die magnetische Flussdichte den Einschaltpunkt, schaltet der Ausgang. Sinkt das Magnetfeld unter den Ausschaltpunkt, kehrt der Ausgang in seinen ursprünglichen Zustand zurück.
Durch die omnipolare Detektion können Magnetfelder innerhalb der Chipebene unabhängig von der Ausrichtung erkannt werden. Damit sinken die Anforderungen an die exakte Positionierung des Magneten.
Die Bausteine unterscheiden sich bei der Ausgangsschaltung: VCS2381, VCS2382 und VCS2383 besitzen einen Push-Pull-Ausgang, während der VCS2395 einen Open-Drain-Ausgang verwendet. Alle vier Varianten sind im SOT-23-3-Gehäuse ausgeführt.
Technische Details
- Versorgungsspannung: 2,0V bis 5,5V
- Betriebstemperatur: -40°C bis +125°C
- Mittlere Stromaufnahme: IAVG = 450nA
- Detektion: 360° omnipolar innerhalb der Chipebene
- Magnetpole: Nord- und Südpol
- Ausgang VCS2381, VCS2382 und VCS2383: Push-Pull
- Ausgang VCS2395: Open-Drain
- Gehäuse: SOT-23-3
- Signalauswertung: Interne Auswerteschaltung mit Schmitt-Trigger
Wo braucht man das?
Die AMR-Sensoren sind für Positions-, Näherungs-, Öffnungs- und Manipulationserkennung vorgesehen. Als Einsatzbereiche führt das Ausgangsmaterial Türschlösser, Zähler, Rauchmelder und batteriebetriebene Geräte auf. Je nach Anwendung können die Sensoren Hall-Sensoren, Reed-Kontakte, mechanische Schalter oder Lösungen mit genauer Magnetausrichtung ersetzen.









