Nano Cap Stromversorgungstechnologie reduziert Kapazitäten

STROMVERSORGUNG

Rohm stellt unter dem Namen Nano Cap eine Stromversorgungstechnologie vor, die auch bei Kapazitäten im Nanofarad-Bereich eine stabile Regelung von Stromversorgungsschaltungen in Automobil- und Industrieanwendungen gewährleisten soll.



Neben der schnellen Pulsregelungs-Technologie Nano Pulse Control und der Nano-Energy-Technologie mit niedriger Stromaufnahme hat Rohm mit Nano Cap nun eine dritte Nano-Stromversorgungstechnologie entwickelt, welche die Anzahl der für Linearregler erforderlichen externen Kondensatoren reduziert.

Eine typische Schaltung mit einem Linearregler und einer MCU erfordert normalerweise einen 1-µF-Kondensator am Ausgang des Linearreglers sowie einen 100-nF-Kondensator am Eingang der MCU. Der Einsatz von Rohms Linearregler mit Nano-Cap-Technologie macht laut Hersteller den Kondensator am Ausgang des Reglers überflüssig und gewährleistet allein mit dem 100-nF-Eingangskondensator einen stabilen Betrieb. Diese Technologie reduziert die Anzahl der notwendigen Kondensatoren und trägt zu ökologischen Designs bei.


Verfügbare Bausteine und Ausblick

Muster von Operationsverstärkern mit Nano-Cap-Technologie sind bereits erhältlich. Linearregler mit Nano-Cap-Technologie sowie LED-Treiber, die über Regler mit Nano-Cap-Technologie verfügen, sollen im Jahr 2020 folgen.

ROHM wird die Entwicklung der Nano-Cap-Technologie weiter forcieren, um den Bedarf an Kondensatoren signifikant zu reduzieren. Das Unternehmen will den Einsatz dieser Technologie nicht nur auf Linearregler, sondern auch auf Operationsverstärker, LED-Treiber und andere analoge ICs ausweiten.


Wie funktioniert die Nano-Cap-Technologie?

Die Nano-Cap-Stromversorgungstechnologie basiert auf einer extrem stabilen Regelungstechnologie. Eine optimierte Regelung beseitigt Stabiltitätsprobleme von Kondensatoren in Analogschaltungen und verkürzt so die Entwurfszeit für eine Vielzahl von Anwendungen in den Bereichen Automobil, Industrieausrüstung, Endverbraucher und anderen.

Die Nano-Cap-Technologie ermöglicht eine stabile Regelung des Linearreglerausgangs, indem sie das Ansprechverhalten in analogen Schaltungen verbessert und parasitäre Faktoren im Zusammenhang mit der Verdrahtung und den Verstärkern minimiert. Dadurch lässt sich die Ausgangskapazität auf weniger als 1/10 der herkömmlichen Lösungen reduzieren.

Schaltungen mit einem Linearregler und einer MCU, die normalerweise einen 1-µF-Kondensator am Ausgang des Linearreglers und einen 100-nF-Kondensator am Eingang der MCU benötigen, erreichen mit ROHMs Nano-Cap-Linearreglertechnologie einen stabilen Betrieb mit einem 100-nF-Kondensator auf der MCU-Seite.
 

Bei einer von der Industrie geforderten Ausgangsspannungsschwankung von maximal ±5,0 % (mit Fokus auf den Schwankungen) in Bezug auf eine 50-mA-Laststromschwankung bei 100nF Kapazität erreichen die mit Nano Cap ausgestatteten ICs einen stabilen Betrieb von ±3,6%. Im Vergleich dazu kann die Ausgangsspannung mit konventionellen Linearreglern um bis zu ±15,6% schwanken.
 

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