Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT ist an dem von der Cyberagentur mit insgesamt 30 Millionen Euro geförderten Vorhaben der Entwicklung eines mobilen EEG-Systems für Brain-Computer-Interfaces beteiligt.
Worum geht es?
Im NAFAS-Projekt unter der Leitung von Zander Labs soll die Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen vereinfacht warden. Künstliche Intelligenz soll u. a. in die Lage versetzt werden, anhand von Gehirnaktivitäten menschliche Schlussfolgerungen zu verstehen. Im Januar 2026 gab Zander Labs ein Projektupdate und stellte eine integrierte passive Gehirn-Computer-Schnittstelle (pBCI) vor, die darauf ausgelegt ist, kognitive Belastungen anhand der Gehirnaktivität auf Basis eines Elektroenzephalogramms (EEG) zu erkennen und daraufhin Benutzeroberflächen in Echtzeit anzupassen.
Was wurde entwickelt?
Für die BCI-Anwendungen im Rahmen des NAFAS-Projekts haben die Forschenden ihre Elektroden-Patches (»trEEGrids«), die im Gesicht getragen werden, weiterentwickelt, um eine unauffällige und komfortable Erfassung von Hirnsignalen zu ermöglichen.
Dabei wurden die Elektrodenplatzierung und das Design des EEG-Patches für die konkreten Anwendungsszenarien im NAFAS-Projekt angepasst. Dazu gehörte die Erweiterung des Systems um Elektroden im Scheitelbereich. Zentral war die systematische Evaluation von unterschiedlichen Elektrodentypen und Leitmaterialien, um ein möglichst gutes und robustes Signal/Rausch-Verhältnis zu erreichen. Außerdem wurde der Schichtaufbau des Patches mit Blick auf kosteneffizientere Produktionsverfahren verändert.
NAFAS wird von der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) gefördert und ist mit einem Fördervolumen von 30 Millionen Euro für ein vierjähriges Projekt das größte einzeln finanzierte Forschungsprojekt in der Europäischen Union. Es endet voraussichtlich im November 2027.
Zander Labs ist …
ein deutsch-niederländisches Unternehmen, das eine nicht-invasive BCI-Infrastruktur entwickelt, um menschliche kognitive Zustände als neue Modalität für KI-Trainingsdaten zu erfassen.
Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT ist …
eines von über 70 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Der Oldenburger Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA steht für Forschung und Entwicklung mit Schwerpunkten in den Bereichen Sprach- und Ereigniserkennung, Klangqualität und Sprachverständlichkeit, intelligente Anwendungen in der Sprachanalyse sowie mobile Neurotechnologie.









