15.04.2019

Mikrotechnik: Branche bleibt optimistisch

In der Mikrotechnikbranche setzt sich laut Branchenbefragung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik die positive wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fort: Umsatz und Mitarbeiterzahlen haben sich 2018 bei einem Großteil der europäischen Unternehmen erhöht und sollen in diesem und den folgenden zwei Jahren weiter steigen. Prognosen für eine sich abschwächende Weltwirtschaft, internationale Handelskonflikte und das innereuropäische Ringen um den Brexit schlagen sich nicht spürbar in der Stimmung der Hightech-Industrie nieder.


IVAM-Befragung 2019 - erwartete wirtschaftliche Entwicklung. Bilder: IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Die Ergebnisse der im Februar und März 2019 durchgeführten Branchenbefragung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik lassen keine große Abweichung von der erfreulichen Wirtschaftsentwicklung der vergangenen Jahre erwarten: Über 80 Prozent der europäischen Mikrotechnik-Unternehmen rechnen damit, dass sie in den nächsten drei Jahren den Umsatz steigern werden, zwei Drittel der Unternehmen planen, im selben Zeitraum neue Mitarbeiter einzustellen, und über 60 Prozent der Unternehmen wollen mittelfristig die Exportquote steigern.

 

Medizintechnik bleibt bedeutend

Der Markt, der am stärksten von Entwicklungen, Produkten und Systemen der Mikrotechnikindustrie profitiert, wird auch in der absehbaren Zukunft die Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft bleiben. Mehr als die Hälfte der europäischen Mikrotechnik-Unternehmen bedient diesen Markt heute. Für ein Fünftel der Unternehmen ist es derzeit der wichtigste Zielmarkt – weitere drei Prozent wollen Medizin und Gesundheit innerhalb der nächsten Jahre zum wichtigsten Zielmarkt entwickeln.

 

China wird immer wichtiger als Handelspartner

Ein stetig wachsender Anteil der europäischen Mikrotechnik-Unternehmen hat es auf China als Handelspartner abgesehen. China soll innerhalb der nächsten drei Jahre für ein Fünftel der Unternehmen die wichtigste Geschäftsregion außerhalb der Europäischen Union und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) werden. Momentan ist China für ein Achtel (12,5 Prozent) der Unternehmen der wichtigste Handelspartner und liegt noch knapp hinter den USA, die für rund 13 Prozent die wichtigste Außenhandelsregion im außereuropäischen Raum sind.


 


--> -->