08.03.2018

Microchip mit neuen 8-Bit-Mikrocontrollern

Microchip bringt die 8-Bit-Mikrocontroller-Serien PIC16F18446 und ATmega4809. Zusätzliche Hardware- und Software-Tools wie Core-unabhängige Peripherie, integrierte Analogtechnik und der MPLAB Code Configurator ermöglichen laut Anbieter eine höhere Verarbeitungsleistung bei gleichzeitig kleinerer Code-Größe und weniger Stromverbrauch.


PIC16F18446-Block-Diagramm

ATmega4809-Block-Diagramm. Bilder: Microchip

Die Serie PIC16F18446 eignet sich laut Microchip für den Einsatz in Sensorknoten. Mit ihrem integrierten A/D-Wandler mit Berechnungsfunktion sollen die MCUs auf Flexibilität ausgelegt sein, werden mit 1,8 bis 5 V betrieben und sind damit kompatibel zu den meisten Sensoren mit Analog- als auch Digitalausgang. Der 12-Bit-ADC2 filtert selbstständig und soll genauere analoge Sensorwerte liefern. Da der ADC die Möglichkeit hat, den MCU-Core nur bei Bedarf anstatt nach einem festgelegten Zeitplan zu aktivieren, verringert sich der Stromverbrauch des Systems.

 

Mit der Einführung der Serie ATmega4809 stehen megaAVR-MCUs für Steuerungen und Regelungen zur Verfügung. Die Geschwindigkeit des integrierten A/D-Wandlers wurde erhöht. Als erster megaAVR-Baustein, der Core-unabhängige Peripherie enthält, kann der ATmega4809 Aufgaben in Hardware anstatt mit Software ausführen. Eine CCL-Peripherie (Configurable Custom Logic) kann zum Beispiel den A/D-Wandler über Hardware mit einer Kombination externer Trigger verbinden, ohne den Core zu unterbrechen. Der ATmega4809 lässt sich auch zu einem System hinzufügen, um Funktionen von komplexeren Mikroprozessor-/MPU-basierten Designs auszulagern.

 

Der ATmega4809 wurde als Onboard-MCU des neuen Arduino-Boards ausgewählt.

 

Die PIC16F18446-MCUs sind kompatibel zum MPLAB PICkit 4 (PG164140), Microchips neuestem In-Circuit-Tool fürs Programmieren und Debuggen. Das Curiosity-Entwicklungsboard (DM164137), ein Rapid-Prototyping-Board, kann ebenfalls verwendet werden, um die Entwicklung mit diesen MCUs durchzuführen. Beide Tools werden von der integrierten Entwicklungsumgebung MPLAB X und der Cloud-basierten MPLAB Xpress IDE unterstützt. Darüber hinaus bietet der MPLAB Code Configurator (MCC), ein kostenloses Software-Plug-in, eine grafische Benutzeroberfläche zur Konfiguration von Peripherie und Funktionen für jede Anwendung. Entwickler, die sofort mit dem Design beginnen möchten, können Code-Beispiele für einen schnellen Entwicklungsstart herunterladen und für begrenzte Zeit ein kostenloses MPLAB Xpress PIC16F18446 Entwicklungsboard bestellen.

 

Rapid Prototyping mit dem ATmega4809 wird durch das ATmega4809 Xplained Pro (ATmega4809-XPRO) Evaluierungskit unterstützt. Das USB-betriebene Kit enthält Touch-Tasten, LEDs und Erweiterungs-Header sowie einen On-Board-Programmer/Debugger, der sich mit der Atmel Studio 7 IDE und Atmel START verbindet, einem kostenlosen Online-Tool zur Konfiguration von Peripherie und Software.

 

Das Curiosity-Entwicklungsboard und das ATmega4809 Xplained Pro Evaluierungskit verfügen über einen mikroBUS-kompatiblen Sockel, über den sich Sensoren, Aktuatoren oder Kommunikationsschnittstellen aus dem Angebot an ClickBoards von Mikroelektronika einfach hinzufügen lassen.

 

Die PIC16F18446 und ATmega4809 MCUs sind ab sofort mit verschiedenen Speichergrößen, Pinzahlen und Gehäusen in Serienstückzahlen erhältlich. Der MPLAB PICkit 4 Programmer/Debugger ist zum Preis von 47,95 US$ erhältlich. Das Curiosity-Entwicklungsboard kostet 20 US$. Das ATmega4809 Xplained Pro Evaluierungskit ist zum Preis von 38 US$ erhältlich.


 


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