07.06.2018

Messwandler für Leckstrom-Messungen in Solar-Wechselrichtern

Das Modell LDSR von LEM misst Leckströme von 300 mA (Nennwert) bis 900 mA (Spitze) bei einer Frequenz von 2 kHz. Sein Haupteinsatzgebiet sind transformatorlose Fotovoltaik-/PV-Wechselrichter, wo er AC- und DC-Fehlerströme misst und die Sicherheit von Personen in der unmittelbaren Umgebung gewährleisten soll.


Bild: LEM

Die Rest- oder Leckströme, die vom LDSR erfasst werden sollen, können im Fehlerfall in verschiedenen industriellen Anwendungen oder bei der Stromerzeugung auftreten, wie z.B. Kurz- oder Erdschlüsse.

 

Sowohl der Primär- als auch der Sekundäranschluss des Wandlers erfolgt auf der Leiterplatte. Am Ausgang steht ein analoges Spannungssignal zur Verfügung. Der LDSR bietet eine Überlastfähigkeit von bis zu 3300 A (für eine Impulsdauer von 100 μs und mit einer Anstiegszeit von 500 A/μs) sowie eine galvanische Trennung zwischen Primär- und Messstromkreis. Dafür sorgen die Luft- und Kriechstrecke von 7,1 mm und seine Kriechstromfestigkeit (CTI; Comparative Tracking Index) von 600 V.

 

Ein ASIC als Kern

Der LDSR basiert auf einem Closed-Loop (direktabbildenden) Hall-ASIC. Sein integrierter Primärleiter besitzt eine Stromtragfähigkeit von 35 A – sowohl für die Phase als auch für den N-Leiter. Das ASIC arbeitet in einem Temperaturbereich von -40°C bis +105°C und erfüllt die Anforderungen der Norm EN 61209. Der Wandler wird mit +5 VDC betrieben und hat einen Stromverbrauch von 40 mA, wenn 300 mA als primärer Nennfehlerstrom gemessen werden. Er bietet Zugriff auf seine interne Referenzspannung und auf Optionen wie eine Testwicklung und Entmagnetisierungsfunktionen.

 

Neben der Gewährleistung der Sicherheit in Solar-Wechselrichter-Installationen eignet sich der LDSR auch für zahlreiche andere Anwendungen, die eine Symmetriefehlererkennung bei Wechselrichtern mittlerer Leistung und die Fehlererkennung in verschiedenen Stromversorgungen erfordern.


 


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