Infineon und Delta Electronics erweitern ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung von Leistungsmodulen mit einer vertikalen Stromversorgung für KI-Prozessoren in Hyperscale-Rechenzentren. Dafür werden MOSFETs und Fachwissen im Bereich Embedded Packaging von Infineon sowie Kompetenzen von Delta im Bereich Design und Fertigung von Leistungsmodulen kombiniert. Die Module sind für eine vertikale Stromversorgungsarchitektur (Vertical Power Delivery; VPD) für die xPUs in Hyperscale-Rechenzentren vorgesehen.
Wozu braucht man das?
Im Vergleich zu einer seitlich montierten, diskret aufgebauten Lösung können laut Infineon durch den Einsatz vertikaler Stromversorgungsmodule über eine erwartete Lebensdauer von drei Jahren pro Rack bis zu 150 Tonnen CO₂ eingespart werden. Geht man davon aus, dass Hyperscale-Rechenzentren aus bis zu 100 Server-Racks bestehen, entspricht die eingesparte CO2-Menge den Emissionen von rund 4000 Haushalten pro Jahr.
Technische Details
Delta nutzt die integrierte 90-A-Leistungsstufe OptiMOS von Infineon auf Siliziumbasis für die Entwicklung von VPD-Modulen. Die vertikale Stromversorgung ist ein Faktor für die Verbesserung der Systemeffizienz, da sie einen direkteren und kompakteren Stromversorgungsweg ermöglicht. Durch die vertikale statt horizontale Stromversorgung reduzieren die VPD-Module die Verluste im Stromversorgungsnetz des Systems. Dadurch erreichen die Module eine höhere Leistungsdichte und Effizienz, während gleichzeitig die Wärmeentwicklung aufgrund geringerer Leistungsverluste reduziert wird. Außerdem schafft das vertikale Design zusätzlichen Platz auf der Systemplatine, sodass Hyperscaler den Platz effizienter nutzen und dichtere Rechenzentrumsdesigns entwickeln können.









