KI-Forschung: 5 Mio. Euro Förderung für das Weierstraß-Institut

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Das Weierstraß-Institut in Berlin erhält knapp 5 Mio. € Bundesmittel für KI-Recheninfrastruktur in der Materialforschung und Verfahrenstechnik.



Das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) koordiniert eines von drei vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Konsortien zum Aufbau von KI-Recheninfrastrukturen in der Leibniz-Gemeinschaft. Für die vom WIAS geführte Initiative mit Schwerpunkten in Materialwissenschaften und Verfahrenstechnik stehen aktuell knapp 5 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung.


Worum geht es?

Ziel des Vorhabens ist der Aufbau einer dauerhaft angelegten Forschungsinfrastruktur für die Entwicklung und Anwendung von Methoden der Künstlichen Intelligenz. Die Arbeiten sollen unter anderem Anwendungen in Mikroelektronik, Quantentechnologien, Kernfusion, klimaneutralen Energietechnologien, Mobilität und Biotechnologie unterstützen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbindung mathematischer Grundlagenforschung mit experimentell arbeitenden Forschungsgruppen. Dabei sollen unter anderem Verfahren des Scientific Machine Learning und physikalisch informierte neuronale Netze weiterentwickelt sowie numerische Lösungsalgorithmen für hochdimensionale Lernprobleme verbessert werden.

Weitere Arbeiten betreffen die datengetriebene Simulation, Steuerung und Optimierung verfahrenstechnischer Prozesse. Hinzu kommen Anwendungen in quantenchemischen Verfahren zur Beschreibung elektronischer Materialstrukturen, bei skalenübergreifenden Simulationen von Plasmaprozessen und mechanischen Materialbelastungen sowie in der thermodynamischen Modellierung von Phasenübergängen. Auch Large Language Models sollen in die Forschungsmethodik einbezogen werden.


Wer macht mit?

Unter Federführung des WIAS sind das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP), das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM), das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF), das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW), das Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW), das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT), das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT), das Leibniz-Zentrum für Informatik – Schloß Dagstuhl (LZI), das Ferdinand-Braun-Institut (FBH), das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) und das Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik (PDI) beteiligt.