Kameramodul zur Personenerkennung im Reinraum

SENSORIK

Um Mitarbeiter in Reinraumanzügen zu erkennen, wurden im Sicherheitskameramodul B5T-007003 von OMRON Electronic Components Europe vortrainierte KI-Modelle mit Kamera-Hardware kombiniert.



Das Sicherheitskameramodul wurde vorab trainiert, Fabrikmitarbeiter in Reinraumschutzkleidung zu erkennen. Das HVC-P2-Modul B5T-007003 (HVC steht für Human Vision Components = Komponenten zur Personenerkennung) verbessert die Sicherheitsverriegelungen in der Automatisierung der Halbleiter-, Pharma- und Lebensmittelverarbeitung sowie in anderen Anlagen, die von Personal in Reinraumanzüge bedient werden, da diese die Körpergeometrie verzerren.

Das Modul kann Einschränkungen herkömmlicher Modelle zur Posen-Schätzung und anderer Sensormodalitäten wie Wärme- oder Ultraschallsensoren überwinden und laut Hersteller eine zuverlässige Erkennung gewährleisten.


Wie funktioniert das?

Das Modul kombiniert Kamera- und Verarbeitungs-Hardware mit einer Firmware. Diese enthält Algorithmen zur Erkennung menschlicher Körper in Personenschutzausrüstung. Diese Algorithmen wurden mit verschiedenen Körperhaltungen trainiert, darunter Stehen, Sitzen, Hocken und Kriechen. Sie können Arbeiter erkennen, die Tätigkeiten wie Einrichten, Nachladen, Warten und Reparieren von Geräten ausführen. Das Modul erzeugt ein Erkennungssignal, mit dem die zentrale Maschinensteuerung sichere Betriebsmodi automatisch priorisieren kann, um Arbeitende in unmittelbarer Nähe zu schützen. Das optional erhältliche Rohbild der Kamera ermöglicht die Überwachung und Überprüfung durch Menschen.

Zwei Objektivoptionen, darunter ein Objektiv für große Entfernungen mit einem Sichtfeld von 50° und ein Weitwinkelobjektiv mit 90°, erlauben die Anpassung der Kameraposition und des Sichtfelds. Typische Anordnungen zur Maximierung der Erkennungsfähigkeit umfassen die vertikale Ausrichtung nach unten, nach oben oder die Verwendung von zwei oder mehr Kameras, die in schrägen Winkeln positioniert sind.


Entwicklungsunterstützung

Die Kamera ist über eine flexible Leiterplatte (FPC) mit der Platine verbunden, was die Positionierung in einem beengten Raum innerhalb bestehender Geräte oder in einem kundenspezifischen Gehäuse erlaubt. Die Platine verfügt über einen USB-Anschluss, über den sich mithilfe der grafischen Benutzeroberfläche Erkennungsmodi und Auslöseschwellen mittels PC einstellen lassen. Das Kit enthält außerdem USB-Treiber und Befehlsspezifikationen sowie Evaluierungssoftware und Beispielcode, um den Einstieg in Projekte zu unterstützen.