29.03.2019

Infrarot-Wärmebildkamera für Industrie-4.0-Anwendungen

Die industriellen Infrarotkameras der IRSX-Serie von Automation Technology (erhältlich bei Stemmer Imaging) wurden für den Einsatz von Wärmebildtechnik in Industrie 4.0-Anwendungen entwickelt. Die kompakten und robusten Kameras sind vollständig geschlossen und verfügen über industrielle Schnittstellen zur direkten Kommunikation mit Automatisierungs- und Steuerungsgeräten. Dazu gehört OPC-UA, ein plattformunabhängiger, offener Standard für die Machine-to-Machine-Kommunikation.


Bild: Automation Technology

Die Kameras bieten eine Auswahl an Sensoren (336 x 256 oder 640 x 512 Pixel), Sichtfeldern, Bildraten und physikalischen Konfigurationen und lassen sich zur eigenständigen Wärmeüberwachung einsetzen, wenn die Temperatur ein kritischer Faktor bei der Herstellung und Verarbeitung von Industrieprodukten ist. Weitere Anwendungsbereiche sind vorbeugende Brandfrüherkennung und Zustandsüberwachung von Anlagen.


Eine Weboberfläche bietet Zugriff auf eine Palette von Software-Tools auf der vielseitigen “Embedded AT Vision World”-Plattform. Diese unterstützen die Integration und den Einsatz der Kameras und umfassen Bibliotheken zur Sensorkommunikation und Standard-APIs wie REST, GigE Vision, MQTT und OPC-UA sowie eine wachsende Anzahl von anwendungsspezifischen Apps. Lösungen für Wärmebildanwendungen können somit erstellt werden, ohne dass ein PC oder eine zusätzliche spezielle Wärmebild-Software erforderlich ist.



Integrationsmöglichkeiten

Die IRSX-Serie bietet Integrations- und Steuerungsmöglichkeiten. Die Kameras lassen sich mit cxCamSDK in Softwareprojekte integrieren. Damit stehen eine C-basierte API und Sprach-Wrapper für C++, Python, MATLAB und Octave sowie eine generische Schnittstelle auf Basis des Transport-Layer-Standards GEV/GenICam zur Verfügung. Die cxRestAPI definiert einen auf WWW-Standards basierenden Architekturansatz für die Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen in Netzwerken. Dies ermöglicht die Integration auf Basis standardisierter Methoden wie HTTP/-S, JSON oder XML.


Die Kameras verfügen über Kommunikationsprotokolle für die Anbindung an externe Automatisierungs- und Steuerungseinrichtungen, von Profinet- oder Modbus-TCPs bis hin zu OPC-UA und MQTT. Darüber hinaus bieten sie digitale I/Os für Steuerungs- und Alarmierfunktionen sowie eine Encoderschnittstelle z.B. zur Teileverfolgung auf Produktionsbändern mit variabler Geschwindigkeit. Die Protokolle OPC-UA und MQTT werden im Internet der Dinge und in der Machine-to-Machine-Kommunikation für Industrie 4.0 eine wichtige Rolle spielen. Mit OPC-UA kommunizieren Sender und Empfänger direkt, MQTT verwendet jedoch einen Vermittler, der als MQTT Broker bekannt ist. Beide Protokolle bieten Standardisierung und hohe Skalierbarkeit.



Installation

Die Kameras sind in drei Modelltypen erhältlich. Die Versionen "Compact" und "Universal" werden in robusten IP67-Vollmetallgehäusen geliefert und können auch auf engstem Raum ohne zusätzliches Schutzgehäuse in der Fabrikhalle installiert werden. Die kompakte Version ist für den Einsatz mit Weitwinkelobjektiven konzipiert, während die Universalversion mit den meisten Objektiven kompatibel ist.


Eine "offene" Ausführung ohne Gehäuse ist ebenfalls erhältlich. Diese kann vom Nutzer mit einem Gehäuse für eine spezifische Anwendung ausgestattet werden. Ein Gehäuse-Integrationskit kann ebenfalls geliefert werden.


Für eine Vielzahl von thermografischen Anwendungen steht eine Auswahl an Objektiven zur Verfügung. Alle Objektive verfügen über eine große Blende für hohen Strahlungsdurchsatz und maximale Ausnutzung der Sensorempfindlichkeit für hochwertige Wärmebilder. Kundenspezifische Brennweiten, z.B. besonders lange Brennweiten zur Überwachung entfernter Objekte, sind auf Anfrage erhältlich.


 


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