In dem Labor werden zirka zwanzig Beschäftigte am Thema Quantencomputing und der Entwicklung von KI-Algorithmen zur Erkennung von Veränderungen in Power-Systemen forschen.
Unter anderem soll Elektronik für Ionenfallen-Quantencomputing entwickelt und in eine Quantum Processing Unit integriert werden. Dazu hat das Unternehmen einen Kryostaten installiert, eine Art Superkühlschrank, der bis zu 4 Kelvin, minus 269 Grad Celsius, kühlen kann. Qubits, die kleinsten Einheiten für Berechnungen in Quantencomputern, sind empfindlich und nur unter extremen Bedingungen ausreichend stabil. Typisch sind Temperaturen unter minus 250 Grad Celsius und niedrige Drücke.
Das Team entwickelt zukünftig optische Detektoren, um Quantenzustände der Ionen auszulesen. Dabei besteht eine Kooperation mit dem Quantenlabor von Infineon in Villach, das auf Ionenfallen spezialisiert ist. Zusammenarbeit wird es auch mit den Teams in Dresden und Regensburg geben, die Silizium- und Supraleiter-Qubits erforschen.
Wozu ist das nützlich?
Im Bereich Leistungshalbleiter wird im Labor künstliche Intelligenz eingesetzt, um das Alterungs- und Ausfallverhalten von Mikroelektronik im Bereich Power zu simulieren. Hierfür müssen Algorithmen entwickelt und durch praktische Messungen eine Datenbasis geschaffen werden, um Neuronale Netze zu trainieren und zu verifizieren.
Das Ziel ist, die Lebensdauer von Leistungswandlern besser abzuschätzen und Anomalien zu erkennen, was für die vorrausschauende Wartung wichtig ist.









