16.12.2019

Harting Technologiegruppe meldet Umsatzzahlen für 2018/2019

Die Harting Technologiegruppe hat im Geschäftsjahr 2018/19 (endete am 30. September 2019) einen Umsatz von 750 Mio. Euro erzielt und liegt damit 1,6 % unter der Summe vom Vorjahr. Insgesamt erzielte das Unternehmen damit den zweithöchsten Umsatz im Laufe seines 74-jährigen Bestehens.


Der Harting Vorstand betont den Zuwachs im Bereich Lade-Infrastruktur für Elektromobilität: Dr. Michael Pütz, Dietmar Harting, Philip Harting, Margrit Harting, Maresa Harting-Hertz und Andreas Conrad (von links nach rechts). Bild: Harting

Die Regionen, in denen Harting tätig ist, haben sich im Geschäftsjahr 2018/19 unterschiedlich entwickelt. So stieg in Europa (ohne Deutschland) und dem Nahen Osten sowie Afrika (EMEA) der Umsatz um 6% auf 278 Mio. Euro. In der Region Asien sank der Umsatz leicht um 0,5% auf 186 Mio. Euro, während in der Region Americas die Technologiegruppe ein Minus von 9% auf 72 Mio. Euro verbuchte.


Auch in Deutschland ging der Umsatz um 8% auf 214 Mio. Euro zurück. Gründe hierfür sieht die Geschäftsleitung in einer Krise der Windkraftindustrie, deutlichen Rückgänge im Maschinen- und Anlagenbau sowie in diversen Handelsstreitigkeiten.


Entwicklung der Geschäftsfelder

Harting meldet Wachstum in bestimmten Geschäftsfeldern. So verbuchte die Technologiegruppe im Bereich Lade-Infrastruktur für Elektromobilität deutlich zweistellige Zuwachsraten. Daher baut Harting die Produktion in Rumänien aus. Im Mai 2020 soll die Erweiterung der Werke in Sibiu und Agnita abgeschlossen sein.


Die Tochtergesellschaft Harting Automotive ist seit langem als Zulieferer aktiv und registrierte zuletzt eine stark gestiegene Nachfrage nach E-Mobility-Lösungen. Das Unternehmen produziert Lade-Equipment für Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge.



Kundenspezifische Lösungen

Ebenso wächst der Geschäftsbereich Harting Customised Solutions (HCS). In Russland, Indien, Polen und im übrigen Europa erweitert Harting die lokalen Montage-Werke für Cabling, umspritzte Kabel und weitere kundenspezifische Lösungen. Im Januar dieses Jahres nahm HCS in der Nähe der polnischen Stadt Bydgoszcz eine Produktionsstätte in Betrieb. Hier werden auf gut 500m2 kundenspezifische Lösungen gefertigt, die vorrangig für den Maschinen- und Anlagenbau bestimmt sind.



Investitionen in Innovationen und Technologien

Die Technologiegruppe hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr investiert. „Mit insgesamt rund 66 Mio. € wurde eine Rekordsumme erreicht“, machte Maresa Harting-Hertz, Vorstand Finanzen und Einkauf, deutlich. Ein Großteil davon floss in das Logistikzentrum European Distribution Center (EDC), das im Juni 2019 eröffnet wurde. Darüber hinaus wurde in neue Produkte und Technologien, digitale Kundenservices und die Erweiterung der Harting Standorte Zhuhai (China), Elgin (USA) sowie Agnita und Sibiu (Rumänien) investiert.


Die Zahl der Mitarbeitenden (einschließlich Auszubildende) stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2018/19 auf 5.268 (Vorjahr 4.980). Das entspricht einem Plus von 5,8%. Im Inland wurden 36 neue Stellen geschaffen (+ 1,4%), in den ausländischen Produktionsstätten und Tochtergesellschaften 252 Mitarbeitende eingestellt (+ 9,5%). Damit waren im Ausland am 30. September 2019 mit insgesamt 2.655 Personen erstmals mehr Mitarbeitende beschäftigt als im Inland (2.613).


 


--> -->