Hardware-Sicherheitsmodul zur Absicherung der Vehicle-to-Everything-Kommunikation

IT-ENGINEERING AUTOMOTIVE

Die Infineon bringt das SLS37 V2X Hardware-Sicherheitsmodul auf den Markt, eine Sicherheitslösung für die Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X). Das IC basiert auf einem manipulationsgeschützten Mikrocontroller, der laut Anbieter auf die Sicherheitsanforderungen von V2X-Anwendungen in Telematik-Steuergeräten zugeschnitten ist. Es schützt die Integrität und darüber hinaus die Authentizität von Nachrichten sowie die Privatsphäre des Absenders. Das HSM verfügt über die Common Criteria EAL4+-Zertifizierung, die in europäischen V2X-Systemen laut Infineon voraussichtlich verpflichtend wird.



Der Funktionsumfang des SLS37 V2X HSM konzentriert sich auf Hochsicherheitsaufgaben wie die Schlüsselspeicherung und die Erzeugung von Signaturen für ausgehende Nachrichten. Dadurch entfällt der Bedarf einer Sicherheitszertifizierung des Host-Prozessors, der neben einem Linux-Betriebssystem und der Anwendungssoftware die weniger sicherheitsrelevante Verifikation der eingehenden Nachrichten übernimmt.

Die Zielanwendungen des SLS37 V2X HSM sind neben Telematik-Steuergeräten in Automobilen auch Road Side Units oder andere Infrastrukturen für die V2X-Kommunikation. Die Lösung unterstützt Managementsystem für Sicherheitsberechtigungsnachweise für Fahrzeuge, einschließlich SCMS, CCMS und ESPS. Es akzeptiert einen Versorgungsspannungsbereich von 1,6 bis 3,6V, verfügt über eine Hochgeschwindigkeits-SPI-Schnittstelle mit bis zu 10MHz und ist gemäß AEC-Q100 für Automobilanwendungen qualifiziert.

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