19.03.2008

Hannover Messe 2008: Nominierungen fĂĽr den Hermes Award




Unter insgesamt über 50 Bewerbungen hat eine Jury fünf Unternehmen für den Hermes Award 2008 nominiert. Dieser mit 100.000 Euro dotierte Preis wird alljährlich im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover Messe übergeben. In diesem Jahr wurden Entwicklungen folgender Firmen für den "Hermes" vorgeschlagen:

  • Herrenknecht AG, Schwanau: Bei der Pipeline-Technologie Direct Pipe handelt es sich um ein Verfahren zur unterirdischen Pipeline-Verlegung, in dem in einem Arbeitsgang im Horizontalbohrverfahren sowohl die Bohrung gesetzt wird als auch die Rohre der Pipeline in diese Bohrung eingebracht werden.
  • Hydac Electronic GmbH, SaarbrĂĽcken: Bei dem HYDACLab Ă–lzustandsmesser handelt es sich um einen kompakten Multisensor zur ZustandsĂĽberwachung von Hydraulik- und Schmierölen.
  • Pepperl + Fuchs GmbH, Mannheim: Das Projekt DART (Dynamic Arc Recognition and Termination) ist ein Explosionsschutz, der in explosionsgefährdeten industriellen Bereichen die Eigensicherheit erweitert. Elektrische Funken werden in den ersten Mikrosekunden während der Entstehung durch eine schnelle Abschaltung des Stromkreises sicher gelöscht. Dadurch kann die Leistung elektrischer Geräte in eigengesicherten Stromkreisen auf 50 Watt erhöht werden, diese war beim konventionellen Schutz bisher auf zwein Watt begrenzt.
  • Trithor GmbH und BĂĽltmann GmbH, Rheinbach/Neuenrade: Bei dem Induktionsheizer wird die Erwärmung eines WerkstĂĽcks durch Rotation des WerkstĂĽcks im magnetischen Gleichfeld eines Hochtemperatur-Supraleiters realisiert.
  • Sensitec GmbH, Lahnau: Der entwickelte Sensor nutzt einen magnetischen Effekt - als Riesen-Magnetowiderstand (Giant Magneto Resistance - GMR) durch den Physik-Nobelpreis 2007 an Prof. Peter GrĂĽnberg bekannt - und kombiniert einen GMR-Chip und StĂĽtzmagneten zur Generierung des optimal abgestimmten Magnetfeldes in einem Gehäuse. Die GMR-Technologie ist damit erstmals fĂĽr präzise und zugleich robuste Messaufgaben in industriellen und medizintechnischen Anwendungen verfĂĽgbar. Der Effekt wird hier industriell als Drehgeber genutzt. Durch periodische Modulierung eines starken Magnetfeldes wird die lineare oder rotatorische Bewegung ferromagnetischer Bauteile, wie zum Beispiel Zahnräder oder Zahnstangen, berĂĽhrungslos detektiert. Die präzisen und hochdynamischen Sensoren eignen sich zur Regelung von elektrischen Antrieben.

 


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