GMSL2-Kameramodule für Übertragungsstrecken bis 15m

MESSTECHNIK

Für die Edge-KI-Bildverarbeitung bietet Innodisk GMSL2-Kameramodule für mobile Maschinen, Robotersysteme und industrielle Anlagen an. Die Module übertragen Bilddaten über Koaxialkabel über Entfernungen bis 15m und liefern Auflösungen bis 13 Megapixel.



GMSL2 steht für Gigabit Multimedia Serial Link und dient zur Übertragung hochauflösender Kameradaten zwischen einem Kameramodul und einer räumlich getrennten Recheneinheit. FAKRA-Steckverbinder verbinden die Kameras über Koaxialkabel mit dem Verarbeitungssystem.

Als Bildsensor kommt der Sony ISX031 zum Einsatz. Dessen integrierter Bildsignalprozessor unterstützt High Dynamic Range und LED Flicker Mitigation. HDR erhält Bildinformationen bei starken Helligkeitsunterschieden, beispielsweise beim Wechsel zwischen direkter Sonneneinstrahlung und einer Tunneldurchfahrt. LED Flicker Mitigation reduziert Bildstörungen, die durch gepulste LED-Beleuchtungen entstehen können. Dies betrifft unter anderem Beleuchtungssysteme in Fabriken und Logistikzentren.

Für Anwendungen unter Staub, Feuchtigkeit und wechselnden Temperaturen stehen Ausführungen mit Schutzarten bis IP67 beziehungsweise IP69K zur Verfügung. Die Kameras eignen sich dadurch auch für den Einsatz außerhalb geschützter Maschinengehäuse. Mehrere Kameramodule lassen sich synchronisiert betreiben. Damit können Bilddaten für Rundumsichtsysteme oder für die Sensorfusion mit LiDAR-, Radar- und weiteren Sensordaten bereitgestellt werden.


Technische Detaisl

  • GMSL2-Schnittstelle
  • Übertragungsstrecke bis 15m
  • Datenübertragung über Koaxialkabel
  • FAKRA-Steckverbinder
  • Bildauflösung bis 13 Megapixel
  • Sony-Bildsensor ISX031
  • Schutzarten bis IP67 beziehungsweise IP69K
  • Synchronisierter Betrieb mehrerer Kameras


Entwicklungsunterstützung

Adapterboards für NVIDIA Jetson Orin unterstützen die Anbindung der Kameramodule an Edge-KI-Plattformen. Sie sollen die Integration sowie die Entwicklungs- und Validierungsarbeiten vereinfachen.


Wo braucht man das?

Die Kameramodule sind für mobile Maschinen, autonome Roboter, industrielle Produktionsanlagen und autonome Fahrzeuge vorgesehen. Weitere Einsatzbereiche sind Baumaschinen, Hafenfahrzeuge, Bergwerke und autonome Transportroboter.

Mehrere synchronisierte Kameras können in Multi-Kamera-Anwendungen, 360-Grad-Sichtsystemen und bei der Sensorfusion eingesetzt werden. Als Anwendungsfelder führt das Ausgangsmaterial außerdem Industrieautomation, Logistik und Robotik auf.