11.09.2012

Forschungsprojekt SafeBatt: Batterietechnik fĂĽrs Elektroauto




Insgesamt 15 Partner aus der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie und der Wissenschaft werden im Projekt SafeBatt in den kommenden drei Jahren an sicherer Batterietechnik fürs Elektroauto forschen. Im Mittelpunkt stehen neue Materialien, Testmethoden und Halbleitersensoren für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert diese Forschungsarbeiten.

 

Die Partner werden unter anderem untersuchen, wie sich zur Erhöhung der Eigensicherheit von Lithium-Ionen-Batteriezellen die Zellchemie optimieren lässt; insbesondere die des Kathodenmaterials und die des Elektrolyten. Erforscht werden zudem neuartige Halbleitersensoren aus bisher nicht verwendeten Materialien wie Graphen, um sicherheitsrelevante Parameter der Batteriezelle zu erfassen; beispielsweise chemische Prozesse, den Druckanstieg und die Temperaturverläufe innerhalb der Zelle.

 

Gegenstand der Forschung ist auch ein „Digitaler Batteriepass“, der während der gesamten Batterielebensdauer die sicherheitsrelevanten Batterieparameter kontinuierlich erfasst, auswertet und speichert. SafeBatt will dazu neue Sicherheitsmodelle für Batteriezellen entwickeln, die den korrekten Betriebszustand der Batterie ermitteln und dabei alle möglichen Extremsituationen berücksichtigen.

 

Zu solchen Extremsituationen gehören u. a. das vollständige Entladen der Batterie bei Tieftemperaturen oder das Überschreiten der Betriebstemperatur im Hochsommer, wenn z. B. die Batterietemperierung versagt. SafeBatt möchte außerdem die Prüfverfahren für die Produktzulassung von Batterien optimieren und standardisieren, da die heute angewandten Prüfverfahren nicht alle denkbaren Extremsituationen abdecken.

 

 

Projekt fĂĽr drei Jahre

 

SafeBatt wurde im Juli 2012 gestartet und endet am 30. Juni 2015. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 36 Millionen Euro, von denen die Industriepartner etwa 17 Millionen Euro tragen. Das BMBF fördert SafeBatt mit etwa 19 Millionen Euro.

 

 

SafeBatt-Projektpartner

 

Die SafeBatt-Projektpartner sind BASF, BMW, Daimler, Deutsche ACCUmotive, ElringKlinger, Evonik Litarion, Infineon Technologies, Li-Tec Battery, SGS Germany, Volkswagen, Wacker Chemie, das Institut für Chemische Technologie ICT der Fraunhofer-Gesellschaft, die Technische Universität Braunschweig mit dem Institut für Partikeltechnik iPAT, die Technische Universität München mit dem Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik sowie die Universität Münster mit ihrem Batterieforschungszentrum MEET.


 


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