Forschungsförderung für Transferhub „6G-life²“

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Das Forschungsprojekt „6G-life²“ unter Mitarbeit der Technischen Universität München (TUM) und der TU Dresden (TUD) geht in die zweite Phase, die vom Bundesforschungsministerium mit 25 Millionen Euro über vier Jahre unterstützt wird.



Der Schwerpunkt liegt im Forschungsprojekt „6G-life²“ auf Kommunikationsverfahren für die vernetzte, kollaborative Robotik und darauf, die Ergebnisse in konkrete Anwendungen zu transferieren. Dabei sollen insbesondere Startups gefördert werden. Der kommerzielle Start von 6G wird für 2030 erwartet. Die aktuelle Projektphase des Transferhubs „6G-life2“ ist bis Dezember 2029 geplant.


Worum geht es?

Beim Mobilfunkstandard 5G steht vor allem die Kommunikation zwischen Maschinen im Vordergrund. Bei 6G soll dagegen der Mensch in den Mittelpunkt rücken, also seine Kommunikation und Interaktion mit Maschinen und virtuellen Welten. Beispiele dafür sind Pflegeroboter oder Teleoperationen.


Wie ist der Stand?

Seit dem Start der ersten Förderperiode „6G-life“ im Jahr 2021 haben die Forschenden ein Ökosystem aus Grundlagenforschung und anwendungsorientierten Technologienentwicklungen etabliert. In der zweiten Projektphase „6G-life2“ werden diese Grundlagen nun für den gezielten Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis genutzt, sodass konkrete Technologien für das Netz der Zukunft entstehen können.


Die Förderung

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt „6G-life²“ mit 25 Millionen Euro über vier Jahre im Rahmen der „6G-Forschungsroadmap 2025 – 2030“. Die 6G-Roadmap soll den Weg für sichere und resiliente 6G-Kommunikationstechnologien ebnen. Dabei soll auch ein direkter Wissenstransfer zur Wirtschaft entstehen und Grundlagen von 6G in die Lehre Einzug finden.


Was sind die Ziele?

Die zukünftige Forschung von „6G-life²“ geht über die reine Kommunikation hinaus und integriert auch das Computing als Basis für neue Geschäftsmodelle. Beim Computing liegt der Schwerpunkt auf energieeffizienten und schnellen Berechnungsmethoden, damit zahlreiche Anwendungen in Echtzeit funktionieren können. Darunter fallen Themen wie das industrielle Metaversum, also virtuelle und digitale Abbilder von Fabriken und Arbeitsumgebungen, sowie Robotik, Sensorik und Bewegungsmechanismen für die Mensch-Maschine-Interaktion.

Ein weiterer Bestandteil der zweiten Förderphase ist der Aufbau eines Gesamtdemonstrators. Er soll dabei nicht nur prüfen, ob die entwickelten Technologien zuverlässig funktionieren, sondern auch neue Anwendungen testen und die Vorteile von 6G anschaulich darstellen.


Förderung von Startups und mehr

  • Ein Baustein der Initiative ist die Förderung von Startups. Bereits 2024 wurde mit dem launchhub42 ein gemeinsamer Startup-Inkubator mit Sitz in Dresden eingerichtet, um den Transfer der Ergebnisse in die Gesellschaft zu unterstützen.
  • In Bayern ging im April 2025 die zweite Phase des „6G Zukunftslabor Bayern“ an den Start. Es wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
  • Das von Sachsen und Bayern initiierte Projekt gAIn zu neuen Ansätzen im KI-Computing, stärkt parallel die Ziele von „6G-life²“. In Sachsen unterstützt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus bereits zahlreiche Forschungsinitiativen zu Robotik, Quantenkommunikation und taktilem Internet mit Beteiligung von 6G-life, die nahtlos mit der zweiten Förderphase abgestimmt sind.