Mit seinem neuen Humanoid Robots Experience Lab bietet das Fraunhofer IOSB in Karlsruhe, Lemgo und Ilmenau einen praxisnahen Zugang zu humanoider Robotik.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung humanoider Roboter, die ihre Umgebung erfassen, Situationen bewerten, Handlungen planen und mit Menschen sowie weiteren Robotersystemen zusammenarbeiten können. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist der sichere und nachvollziehbare Betrieb der Systeme auch unter unsicheren Bedingungen. Das Labor dient dazu, diese Fähigkeiten unter praxisnahen Bedingungen zu untersuchen, zu demonstrieren und gemeinsam mit Partnern weiterzuentwickeln.
Die drei Standorte bearbeiten unterschiedliche Themen.
- In Karlsruhe werden Anwendungen für Verteidigung, zivile Sicherheit, Katastrophenschutz und Bauwesen erforscht. Dabei geht es um Erkundungs-, Aufklärungs-, Manipulations-, Inspektions- und Unterstützungsaufgaben sowie um die Zusammenarbeit heterogener Roboterteams mit Menschen.
- Der Standort Lemgo konzentriert sich auf die industrielle Automation. Dort stehen Manipulations- und Handling-Aufgaben, Human-in-the-Loop-Ansätze sowie der Transfer der Forschungsergebnisse in industrielle Anwendungen im Mittelpunkt.
- In Ilmenau werden Assistenz-, Inspektions- und Manipulationsaufgaben für die Landwirtschaft, die kommunale Daseinsvorsorge und kritische Infrastrukturen untersucht. Außerdem erforschen die Beteiligten dort die Vernetzung mit Sensor-, Infrastruktur- und Leitstellensystemen sowie den Sim2Real-Transfer.
Das Fraunhofer IOSB ermöglicht Unternehmen und weiteren Anwendern, eigene Fragestellungen und mögliche Einsatzszenarien in die Forschungsarbeiten einzubringen. Dabei geht es unter anderem um geeignete Anwendungsfelder, fehlende Fähigkeiten der Roboter, Sicherheitsaspekte und die Planung erster Pilotprojekte. Nach der Eröffnungsveranstaltung in Lemgo können Interessierte mit den Ansprechpartnern an den drei Standorten mögliche Anwendungen und Pilotprojekte besprechen.









