Flexible Schaltungen zum Anschluss an EV-Batteriezellen

LADETECHNIK ELEKTROMECHANIK

Mit einer flexibel gestanzten Schaltung (FDC) in Automobilqualität bietet Ennovi eine Verdrahtungsoption für Batteriedesigns an. Damit lassen sich Niederspannungsanschlüsse in Kontaktierungssystemen für EV-Batteriezellen realisieren.



Von Ennovi wird eine nachhaltige Methode zur Herstellung flexibler Schaltungen für Niederspannungssignale in Kontaktierungssystemen für Batteriezellen von Elektrofahrzeugen (EV) vorgestellt. Flexible gedruckte Schaltungen (FPC) werden laut Unternehmen zwar häufig in diesen Systemen eingesetzt, sind aber das teuerste Bauteil in der Stromabnehmerbaugruppe. Die neue FDC-Technologie (Flexible Die-Cut Circuit) soll kosteneffizienter und nachhaltiger sein.


Das Problem

Im Allgemeinen werden FPCs in einem mehrstufigen, stapelweisen Fotolithografieverfahren hergestellt, um die Kupferbahnen für die flexible Schaltung zu ätzen. Bei diesem Produktionsverfahren werden ätzende Chemikalien eingesetzt, die das unerwünschte Kupfer auflösen. Darüber hinaus ist es zeit- und energieaufwändig, Altkupfer aus den Chemikalien zu extrahieren.


Die FDC-Lösung

Das Stanzverfahren ermöglicht eine sofortige Wiederverwertung des Kupfers, so dass es dem chemischen Ätzen vorzuziehen ist. Im Vergleich zu FPCs, die eine Größenbeschränkung von 600mm x 600mm haben, gibt es bei FDCs keine Längenbeschränkung, da sie im Reel-to-Reel-Verfahren hergestellt werden. Unter bestimmten Design-Gesichtspunkten bietet der FDC laut Ennovi ähnliche Leistungsmerkmale wie FPCs. Diese Ergebnisse wurden durch interne Prüfungen der Abmessungen, des Temperaturschocks, des Leiterbahnwiderstands, des Temperaturanstiegs, des Isolationswiderstands und der Hochspannung bestätigt.

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