19.06.2019

FBDi-Zahlen für die deutsche Bauelementedistribution in Q1/2019

Der Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) hat Zahlen für die Distributionsumsätze seiner Mitglieder für das erste Quartal 2019 vorgelegt. Demnach hat die deutsche Bauelemente-Distribution in den ersten drei Monaten des Jahres ein Umsatzwachstum von 4% erzielt.


Grafik: FBDi (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Die Auftragslage der Branche schwächt sich allerdings weiter ab. Damit wird die deutsche Bauelemente-Distribution nach zwei Jahren mit ungewöhnlich guten Ergebnissen nun mit den ersten Anzeichen einer Marktabkühlung konfrontiert.


Dennoch wuchs der Umsatz der im Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) organisierten Distributionsunternehmen um 4% auf rund 922 Millionen Euro. Die Aufträge gingen jedoch um knapp 17% zurück, auf 832 Millionen Euro, was einer Book-to-Bill-Rate von 0,9 entspricht.



Die Entwicklung der Produktgruppen

Bei den großen Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 21,4% (auf 114 Millionen Euro) nach wie vor überdurchschnittlich, gefolgt von den Halbleitern, die um 3,5% auf 664 Millionen Euro zulegten. Alle anderen Produktbereiche, inklusive der Elektromechanik (-4,1% auf 89 Millionen Euro) gingen zurück.


Dadurch gaben sich bei dem prozentualen Anteil am Gesamtmarkt auch leichte Verschiebungen zugunsten der passiven Baulemente (12%) und der Halbleiter (72%). Die Elektromechanik verblieb bei 10% Anteil, alle anderen Bereiche kamen zusammen auf 6%.



FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger sieht ...

die Lage entspannt: „Wir sehen derzeit die Rückkehr zur Normalität in der Auftrags- und Umsatzentwicklung, obwohl es in einigen selektiven Produktsegmenten nach wie vor Engpässe gibt. Aber das erste Quartal ist ein guter Indikator für den weiteren Verlauf des Jahres, wir erwarten keine signifikanten Sprünge und gehen davon aus, das die Läger der Kunden im allgemeinen gut gefüllt sind.“


Die makroökonomischen Einflüsse und die daraus resultierende Unsicherheit werden größer, meint Steinberger: „Der Brexit ist nur verschoben, diverse Industrien stehen vor einem drastischen Strukturwandel, und die ungute Situation zwischen den USA und China zeigt erste gravierende Auswirkungen auf den Markt, die größte sicherlich der Huawei-Bannstrahl. Die positive Nachricht: Innovation wird vielleicht gebremst, aber nicht gestoppt. Der Umbau der Gesellschaft und Industrie muss weitergehen, und das geht nur mit neuer Technologie.“


 


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