23.11.2015

Elektroindustrie: September-Exporte auf Rekord-Niveau

Der ZVEI hat die Exporte der deutschen Elektroindustrie im September 2015 analysiert. Sie betrugen 15,1 Mrd. Euro und lagen damit 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig handelte es sich um den höchsten jemals in einem Monat erzielten Ausfuhrwert.


In den ersten drei Quartalen dieses Jahres stiegen die Branchenausfuhren insgesamt um 7,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 128,4 Mrd. Euro. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland erhöhten sich im September 2015 um 9,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 13,9 Mrd. Euro. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wuchsen sie auf 117,5 Mrd. Euro. Das waren 12,6 Prozent mehr als im Vorjahr.


Der vorliegende endgültige Exportwert für das Jahr 2014 beläuft sich auf 163,2 Mrd. Euro und übertrifft damit das 2013er Niveau um 3,5 Prozent.



Elektroexporte in die Eurozone klettern auf 40 Mrd. Euro

Die deutschen Elektroausfuhren in die Eurozone haben sich im September 2015 um 3,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 4,9 Mrd. Euro erhöht. Zweistellige Zuwächse gab es dabei mit Spanien (+14,2 % auf 495 Mio. Euro), Portugal (+13,1 % auf 107 Mio. Euro), Finnland (+12,1 % auf 137 Mio. Euro), Lettland (+11,8 % auf 16 Mio. Euro) und der Slowakei (+10,7 % auf 215 Mio. Euro). Die Branchenexporte nach Frankreich nahmen im September um 2,6 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro ab, gestiegen sind sie dagegen nach Italien (+7,4 % auf 747 Mio. Euro) und in die Niederlande (+7,3 % auf 759 Mio. Euro).


Die stärksten Einbußen waren bei den Ausfuhrgeschäften mit Belgien (-6,2 % auf 384 Mio. Euro), Estland (-4,0 % auf 25 Mio. Euro) und Irland (-3,6 % auf 79 Mio. Euro) zu verzeichnen. In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres erreichten die Elektroausfuhren in die Eurozone einen Wert von 40,0 Mrd. Euro und übertrafen ihren Vorjahreswert um 5,0 Prozent.



Mehr Elektroexporte nach Osteuropa

Die Elektroausfuhren in die Länder außerhalb der Eurozone sind im September dieses Jahres um 4,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 10,2 Mrd. Euro gewachsen. Am kräftigsten legten hier die Exporte nach Polen (+27,0 % auf 759 Mio. Euro), Rumänien (+19,0 % auf 249 Mio. Euro), Tschechien (+17,5 % auf 634 Mio. Euro), Mexiko (+17,4 % auf 157 Mio. Euro) und Dänemark (+10,1 % auf 208 Mio. Euro) zu. Die Ausfuhren in die USA erhöhten sich – auch begünstigt durch den Wechselkurs – um 16,9 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro.



Sorgenkinder: China, Russland und Brasilien

„Den zweiten Monat in Folge haben die Ausfuhren nach China ihren Vorjahreswert verfehlt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Gontermann. Sie gingen im September um 7,7 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zurück. Wesentlich deutlicher waren erneut die Rückgänge nach Russland (-29,2% auf 258 Mio. Euro) und Brasilien (-14,7% auf 101 Mio. Euro).In den gesamten ersten neun Monaten 2015 stiegen die Branchenausfuhren in Drittländer um 8,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf 88,4 Mrd. Euro.


 


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