15.03.2018

Digitizer-Karten mit Abtastraten von 125 MS/s

Spectrum Instrumentation stellt fünf Digitizer-Karten vor. Die neuen Modelle verfügen über eine Abtastrate von 125 MS/s. Diese Abtastrate prädestinieren sie für Anwendungen, in denen Signale im Frequenzbereich von DC bis 50 MHz erfasst und analysiert werden müssen.


Bild: Spectrum

Ebenso wie die Modelle mit 20 MS/s, 40 MS/s und 80 MS/s sind auch die 125 MS/s-Varianten mit einem, zwei, vier oder acht Eingangskanälen erhältlich. Jeder Kanal verfügt über einen eigenen 16-Bit-A/D-Wandler und eigenem Eingangsverstärker, um synchrone Signalerfassungen an allen Eingängen zu ermöglichen.

 

Alle 18 Modelle der M2p.59xx Serie sind 167mm lang, was einer PCIe-Karte mit halber Baulänge entspricht. Jeder Kanal verfügt über einen individuell programmierbaren Eingangsverstärker mit Bereichen zwischen ±200 mV und ±10 V, programmierbare Eingangs-Offsets für unipolare Messungen, programmierbare Eingangsterminierung von 50 Ohm und 1 MOhm sowie eine integrierte Kalibrierung. Die Modelle sind mit bis zu acht massebezogenen Kanälen oder mit bis zu vier differentiellen Kanälen erhältlich.

 

Die Digitizer verfügen ...

über verschiedene Trigger-Modi, einen on-board-Speicher von 1GByte und über unterschiedliche Aufzeichnungs-Modi wie Multiple Recording, Gated Sampling sowie ABA - die Kombination von schnellen Einzelaufnahmen und langsamen kontinuierlichen Aufnahmen. Die PCIe x4 Schnittstelle ermöglicht Datenstreaming-Raten von mehr als 600 MByte/s - oder mehr als 75 MS/s für 4 Kanäle.

 

Die Karten unterstützen auch Spectrums SCAPP-Software-Option (Spectrums CUDA Access for Parallel Processing). Mit SCAPP kann eine Grafikkarte mit CUDA-basiertem Prozessor (GPU) direkt zwischen jedem Spectrum Digitizer und dem PC benutzt werden. Die vom Digitizer erfassten Daten werden direkt an die GPU geschickt, die mit bis zu 5000 Kernen eine viel schnellere parallele Verarbeitung bietet als die CPU des PCs mit 8 oder 16 Kernen.

 

Synchronisation möglich

Mit Spectrums "Star-Hub"-Technologie können bis zu 16 Karten in einem System synchronisiert werden. Ein einzelnes Gerät kann bis zu 128 Kanäle haben, die auf ein gemeinsames Takt- und Trigger-Signal zugreifen. Um externes Equipment zu synchronisieren, sind Ein- und Ausgänge für Takt und Trigger inklusive.

 

Auf jeder Karte sind zusätzlich vier individuell programmierbare Anschlüsse auf der Frontplatte vorhanden. Diese können vielfältige Aufgaben übernehmen: als zusätzliche Trigger-Eingänge, Status-Ausgänge, synchronisierte Digitaleingänge, asynchrone I/Os oder als Referenz-Takt-Eingang für die integrierte Zeitstempel-Einheit.

 


Treiber und Software-Unterstützung

Die neuen Karten lassen sich per Spectrums eigener Treiber-API betreiben. Bis dato arbeiten mehr als 400 verschiedene Spectrum-Produkte mit diesem Treiber, wodurch das Wechseln zwischen langsamen und schnellen Karten ermöglicht wird. Auch das Kombinieren von PCIe-, PXIe- oder Ethernet/LXI-Produkten wird mit diesem generellen Software-Interface möglich.


Ein komplettes Software-Development-Kit, basierend auf Windows und Linux, ist ebenfalls enthalten. Treiber und Programmierbeispiele für alle marktüblichen Programmiersprachen werden mitgeliefert, so dass jeder Anwender sein bevorzugtes Interface nutzen kann. Das aktuelle SDK enthält C, C++, C#, Delphi, VB.NET, J#, Python, Java, LabView, MATLAB und LabWindows/CVI.


 


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