Daten Trace Lösung für RISC-V-IP

EMBEDDED SYSTEMS

Nuclei System Technology, Anbieter von RISC V CPU Kernen, und Lauterbach, Hersteller von Entwicklungswerkzeugen für Embedded Systeme, haben eine RISC-V-Daten-Trace-Funktionalität vorgestellt



Der CPU‑IP‑Anbieter Nuclei  stellt eine implementierte RISC‑V‑Daten‑Trace‑Lösung vor, die gemeinsam mit Lauterbach realisiert wurde und eine Lücke bei Debug‑ und Trace‑Funktionen im RISC‑V‑Ökosystem schließen soll.


Worum geht es?

Daten-Trace ist ein Verfahren im Debugging und ermöglicht die Echtzeitaufzeichnung von Adressen und Werten bei Datenzugriffen des Prozessors.  Diese Funktion ist entscheidend, um nicht‑deterministische Softwarefehler einzugrenzen, die Speicherbandbreite zu optimieren und Leistungsanalysen auf Systemebene durchzuführen. Im Rahmen der Validierung erfüllte das Prozessor‑IP die Daten-Trace‑Spezifikationen des E‑Trace‑V2.0‑Standards.

Die Zusammenarbeit der Unternehmen unterstützt das RISC‑V‑Ökosystem, indem ein standardisierter Debugging‑Benchmark für Branchen wie Automotive und industrielle  Automatisierung entsteht. Er verdeutlicht, dass RISC‑V‑Designs die Verifikationsanforderungen anspruchsvoller kommerzieller Anwendungen erfüllen können.
 

Technische Details

  • Mit der Implementierung von RISC‑V Daten-Trace in einer CPU‑IP sinkt die Abhängigkeit von traditionellen Architekturen für anspruchsvolles Debugging
  • Protokollkonformität: Die Lösung implementiert die vollständigen Daten‑Trace‑Spezifikationen des E‑Trace‑0‑Protokolls, gewährleistet Datenintegrität und Standardkonformität und ermöglicht eine Integration in die TRACE32‑Debug‑Schnittstelle von Lauterbach.
  • Befehlssatzunterstützung: Die Architektur unterstützt über klassische Load/Store‑Instruktionen hinaus atomare Speicheroperationen (AMO) sowie Control/Status Register (CSR). Dies ermöglicht eine Analyse und Rückverfolgung von Dateninteraktionen in komplexen Umgebungen, einschließlich Multicore‑Synchronisation und Systemkonfiguration.