24.06.2015

BMBF-Forschungsprojekt: Ladetechnik für Elektrofahrzeuge

Mit rund 3,9 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Forschungsarbeiten am Projekt „Luftstrom“, dessen Leitung Infineon Technologies obliegt.


Im Rahmen des Projektes wird erforscht, wie sich Batterien von Elektrofahrzeugen effizienter laden lassen. Es soll dazu beitragen, die Umstellung auf eine klimafreundliche Mobilität zu beschleunigen. Zwölf Partner aus der deutschen Automobil- und deren Zulieferindustrie und der Wissenschaft arbeiten hier in den kommenden drei Jahren zusammen. Durch den Einsatz neuer Leistungshalbleiter soll das Laden verlustärmer und dadurch letztlich annähernd geräuschlos werden.



Weniger Verluste - weniger Abwärme

Elektrofahrzeuge werden vorwiegend über Nacht geladen. Doch beim Laden entsteht im Ladegerät und in Spannungswandlern Wärme, die zum Beispiel über die Lüfter der wassergekühlten Aggregate abgeführt werden muss. Die damit verbundene Geräuschentwicklung kann erheblich sein. Durch die Luftstrom-Forschungsergebnisse werden die elektronischen Leistungskomponenten die Verluste während des Ladens voraussichtlich um 30 Prozent senken.


Das bedeutet geringere Abwärme – und geringeren Kühlaufwand; Kühlaggregate werden kompakter und arbeiten leiser. Komponenten, die schon heute nur sehr wenige Verluste erzeugen wie Hilfsspannungsversorgungen, könnten in Zukunft sogar ganz ohne die bisher notwendige, aufwändige Wasserkühlung auskommen – und damit ohne lauten Lüfter.


Der Schlüssel für eine verlustarme Leistungselektronik sind modernste Leistungsschalter auf Basis von Galliumnitrid (GaN) oder Siliziumcarbid (SiC). Das Projekt Luftstrom soll daher auch herausfinden, wie solche Leistungsschalter zuverlässig in Ladegeräten, Spannungswandlern und Wechselrichtern für Nebenaggregate eingesetzt werden können. Die Luftstrom-Forschungsergebnisse werden den Übergang auf luftgekühlte und damit lüfterlose Systeme für zukünftige Elektrofahrzeug-Generationen beschleunigen.



Projektpartner

Im Projekt ist die gesamte automobile Wertschöpfungskette zur Produktion und zum Einsatz dieser Systeme vertreten. Die zwölf Luftstrom-Projektpartner sind AVL Software and Functions, BMW, Daimler, Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Infineon Technologies, Leibniz Universität Hannover, Lenze Drives, Robert Bosch, RWTH Aachen University, Siemens und Volkswagen.


 


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