Automotive: Millimeterwellen-Radarsensor sowie Schütz- und Zündertreiber

SENSORIK AUTOMOTIVE

Für Anwendungen im Automotive-Bereich hat TI einen Single-Chip-Radarsensor für Satellitenarchitekturen und Treiberchips für sicherere Batteriemanagement- und anderen Antriebsstrangsysteme vorgestellt.



Der mit 77GHz arbeitende Millimeterwellen-Radarsensorchip AWR2544 von TI ist für Satelliten-Radararchitekturen ausgelegt. Durch Verbesserung der Sensorfusion und der Entscheidungsfunktionen in Fahrassistenzsystemen (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) schafft der Baustein laut Anbieter die Voraussetzungen für höhere Autonomiegrade.

Zwei softwareprogrammierbare Treiberchips - der integrierte Schütztreiber DRV3946-Q1 und der integrierte Zündertreiber DRV3901-Q1 für Pyrosicherungen - sind mit eingebauten Diagnosefunktionen ausgestattet und bieten Functional-Safety-Unterstützung für Batteriemanagement- und Antriebsstrangsysteme.


Radar für ADAS-Entscheidungen

Der Single-Chip-Radarsensor AWR2544 ist für Satellitenarchitekturen ausgelegt. Darin leiten die Radarsensoren partiell verarbeitete Daten an einen zentralen Prozessor weiter, auf dem die Sensorfusions-Algorithmen für die Entscheidungen des Fahrassistenzsystems laufen. Dank der 360°-Abdeckung des Fahrzeugumfelds wird dabei ein höheres Maß an Fahrsicherheit erreicht. 

Der Radarsensor basiert auf LOP-Technologie (Launch-On-Package). Diese trägt zur Reduzierung der Sensorabmessungen um bis zu 30% bei, indem eine 3D-Hohlleiterantenne an der gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte angebracht wird. Mit der LOP-Technologie lässt sich außerdem die Sensorreichweite mit einem Chip auf mehr als 200m erhöhen. In Satellitenarchitekturen geben diese Eigenschaften den Autoherstellern die Möglichkeit zur Steigerung der ADAS-Intelligenz im Interesse höherer Autonomiegrade, da bereits in größerer Entfernung intelligentere Entscheidungen gefällt werden können.


Sichere E-Antriebsstrangsysteme

Für softwaredefinierte Fahrzeuge müssen Fahrzeugkonstrukteure intelligentere  Batteriemanagement-Systeme (BMS) entwickeln. Dafür hat TI integrierte und softwareprogrammierbare Treiberchips entwickelt, die eine sicherere und effiziente Steuerung der Hochspannungs-Trennschaltungen in BMS-Lösungen und anderen Antriebsstrangsystemen bieten sollen.

Beide Treiber entsprechen bezüglich der funktionalen Sicherheit der Norm ISO 26262 und sind mit eingebauten Diagnose- und Schutzfunktionen ausgestattet.

  • Der für BMS-Applikationen und andere Antriebsstrangsysteme konzipierte Baustein DRV3946-Q1 ist ein vollständig integrierter Schütztreiber mit eingebauten Peak-and-Hold-Stromregler. Außerdem verfügt er über Diagnosefunktionen, mit denen sich der Zustand des Schützes überwachen lässt. 
  • Der vollintegrierte Zündertreiber DRV3901-Q1 ermöglicht die Realisierung eines Pyrosicherungs-Trennsystems mit eingebauten Schaltungen, die die Pyrosicherung überwachen und dem System-Mikrocontroller entsprechende Diagnoseinformationen zur Verfügung stellen. So lassen sich traditionelle Schmelzsicherungs-Systeme durch Pyrosicherungen ersetzen.