Der SD4S ist in drei Spannungskategorien erhältlich. Die kleinste Gehäusevariante liefert 300W @ 50 VAC bzw. 800W @ 230 VAC und hat eine Breite von 40mm. Neben den einphasigen Varianten mit bis zu 2400W bei einer Eingangsspannung von 230 VAC, stehen auch dreiphasige Varianten mit bis zu 48kW bei einer Einspeisespannung von 400V zur Verfügung. Letzte können auch bei proportional reduzierter Leistung bei einer dreiphasigen Eingangsspannung von 230 VAC eingesetzt werden.
Der Einsatz kann z. B. in Werkzeugmaschinen, Dentalfräsmaschinen sowie in Anlagen zur Feinstbearbeitung in der Uhrenindustrie erfolgen. Auch Wafer-Dicing-Maschinen in der Halbleiterfertigung, Turbokompressoren oder hochdynamische Servo-Anwendungen zählen zu den möglichen Einsatzbereichen.
Technische Details
- Regelungsseitig unterstützt das Gerät geberlose Asynchronmotoren bis zu einer Drehfeldfrequenz von 6.000Hz (360.000 1/min) sowie Synchron- und IPM-Motoren bis 4.000 Hz (240.000 1/min).
- Für Motoren mit geringer Isolationsfestigkeit – insbesondere im unteren Leistungsbereich – bietet der SD4S zusätzlich eine galvanische Trennung des Thermokontakts.
- Alle Geräte verfügen serienmäßig über die Sicherheitsfunktion Safe Torque Off (STO).
- Die Kommunikation mit der Steuerung erfolgt über CANopen und Modbus TCP; optional steht eine Multiprotokoll-Echtzeit-Ethernet-Schnittstelle für EtherCAT (CoE), PROFINET IO oder POWERLINK zur Verfügung.
- Eine integrierte Echtzeituhr ermöglicht die Analyse von Fehlerfällen und Prozessereignissen.
- Die Parametrierung erfolgt über eine Ethernet-Schnittstelle.
- Die Software drivemaster4 des Unternehmens unterstützt die Konfiguration, Inbetriebnahme und Simulation. Mit dem ergänzenden SpindleServiceTool (SST) können Spindelhersteller individuelle Einlaufsequenzen ohne externe Steuerung realisieren.
- Darüber hinaus wurde der aus drivemaster2 bekannte Motor Analyzer weiterentwickelt. Er ermöglicht Simulationen des gesamten Regelverhaltens, inklusive Arbeitspunkten, Kennlinien und Ausgangsströmen. Eine FFT-Analyse liefert Werte zum Oberschwingungsgehalt (THDi/THDu) als Hilfsmittel für die Bewertung von Motorerwärmung und Systemeffizienz.









