Die Baureihe NEVO+ wurde um Ausgangsmodule mit digitaler Steuerfähigkeit über eine PMBus 1.2-kompatible Schnittstelle vorgestellt, das die Integration in eingebettete Systeme mittels I²C ermöglicht.
Damit sind Steuerungs- und Überwachungsfunktionen für jedes Ausgangsmodul der Systeme NEVO+ 600 und NEVO+ 1200 verfügbar. Aufgrund der Kompatibilität mit vorhandenen Steckplätzen für Ausgangsmodule sind Erweiterungen ohne Neuauslegung möglich.
Es sind Ausgangsmodule mit bis zu 16 getrennten Ausgängen erhältlich. Bei der Konfiguration der Schaltnetzteile NEVO+600 (600W; Größe: ×3×1,61 Zoll, Gewicht: ca. 600g) oder NEVO+1200 (1200W, Größe: 6×6×1,61 Zoll, Gewicht: ca. 1200g) kann jetzt anstatt der analogen Standardausführung ein digitales Ausgangsmodul („D“) gewählt werden. Über PMBus können Betriebsparameter (wie Spannung, Strom, Listung, Temperatur und Status) überwacht, Ausgangseinstellungen (wie Ausgangsspannung und Strombegrenzung) angepasst und diese Einstellungen in einen nicht-flüchtigen Speicher geschrieben werden, damit das Modul in einem vorgegebenen Zustand startet.
Die Ausgangsmodule sind in mehreren Spannungsklassen mit digital gesteuerten Sollwerten innerhalb der nachfolgend aufgeführten Bereiche erhältlich:
- OP1D: 0 bis 7,5 V, 25 A, 125 W
- OP2D: 0 V bis 15 V, 15 A, 150 W
- OP3D: 0 V bis 30 V, 7,5 A, 150 W
- OP4D: 0 V bis 58 V, 3,75 A, 150 W
- OPA2D: 0 V bis 15 V, 25 A, 300 W
- OPA3D: 0 V bis 30 V, 15 A, 300 W
Für die Entwicklung mit PMBus gibt es ein Open Source Digital Development Kit herausgebracht, das auf dem Mikrocontroller ESP32 basiert. Mithilfe des Development Kits lässt sich die Kommunikation des Moduls über USB und WLAN (TCP/IP und Websocket) darstellen. Dies umfasst:
- Ein virtuelles Instrument und Datenlogger mit Web-Interface-Browser für das visuelle Auslesen und Schreiben von Parametern
- Einen VISA-kompatiblen Interpreter für die Programmiersprache SCPI („Skippy“) für angepasste Programmiersequenzen und ATE-artige Ansteuerung
- Unterstützung für den direkten PMBus-Zugriff für Entwicklungs-Workflows
- Die Fähigkeit, bis zu acht digitale Module über eine einzelne Steuerungsplatine zu steuern und zu überwachen
- Konfigurations-Workflows wie das Schreiben in nichtflüchtige Speicher und Export/Import von JSON-Daten für die vereinfachte Programmierung mehrerer Systeme oder für die Vorprogrammierung in der ‚Factory‘.
- Da das Interface die IP-Adressermittlung, die Zonenkonfiguration und standardmäßige SMBus-Übermittlungen unterstützt, können mehrere digitale Module der Baureihe NEVO+ auf demselben Bus identifiziert, gruppiert und gesteuert werden.
Das Development Kit umfasst eine Hardware-Erweiterungsschnittstelle, die mit zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten (z. B. für Erweiterungskarten, Click Module von MikroE) kompatibel ist, damit bei Bedarf das bevorzugte Protokoll (wie z. B. CAN-Bus, Modbus, DALI und DMX) implementiert werden kann.
Die Ausgangsmodule sind für den direkten Anschluss an Batterien und andere externe Stromquellen konzipiert. Außerdem steht es Online-Tool für die Produktauswahl und -konfiguration zur Verfügung.










