31.03.2014

8-Bit-PIC-Mikrocontroller mit kernunabhängigen Peripheriefunktionen

Microchip stellte die neue 8-Bit-Mikrocontroller-Familien PIC16(L)F170X und PIC16(L)F171X vor. Die elf Mitglieder zählende PIC16F170X/171X-Familie verfügt jeweils über zwei Operationsverstärker zur Ansteuerung analoger Regelschleifen sowie für die Sensorverstärkung samt Signalaufbereitung und wird in 14-, 20-, 28- und 40/44-poligen Gehäusen angeboten.


Die MCUs besitzen Nullduchgangserkennung (ZCD) zur Vereinfachung von Triac-Ansteuerungen und zur Minimierung elektromagnetischer Störungen (EMI). Es handelt sich zudem um die ersten PIC16-MCUs mit Peripheral-Pin-Select, das dem Designer die Belegung der digitalen I/O-Anschlüsse der Peripherie je nach Bedarf und für bestimmte Funktionen erlaubt.


Die PIC16F170X/171X sind als Mehrzweck-MCUs für Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Elektrorasierer, medizinische Produkte wie Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte und Pedometer sowie LED-Beleuchtungen, Batterieladegeräte, Netzteile und Motorregler geeignet.



Kernunabhängige Peripheriefunktionen


Die PIC16F170X/171X-Familie bietet zudem kernunabhängige Peripheriefunktionen (CIP) wie eine konfigurierbare Logikzelle (CLC), einen komplementären Ausgangsgenerator (COG) und einen numerisch gesteuerten Oszillator (NCO). Diese autarken Peripherien erhöhen die Leistungsfähigkeit der MCU, da sie die ihnen zugewiesenen Aufgaben ohne Code oder Überwachung durch die CPU während des laufenden Betriebs erledigen können.


Die konfigurierbare Logikzelle erlaubt es, eine maßgeschneiderte Logik und entsprechende Verbindungen für seine spezielle Anwendung zu kreieren, Funktionalitäten hinzuzufügen und gleichzeitig externe Komponenten und Programmspeicher zu sparen.


Als komplementärer Ausgangsgenerator (COG) wurde ein Funktionsgenerator eingesetzt, der komplementäre Signale mit Feineinstellung von Phase, Totzeit, Austastung sowie Notabschaltung und Strategien zur Fehlerbehebung generiert. Damit wurde eine Lösung zur Einsparung von Platinenplatz und Komponenten geschaffen, die für die Ansteuerung von FETs in Halb- und Vollbrückentreibern zur Regelung von Leistungswandlern vorgesehen ist.



Der numerisch gesteuerte Oszillator (NCO) arbeitet als programmierbarer linearer Präzisionsgenerator für Frequenzen von <1Hz bis >500kHz und ist besonders für vereinfachte Designs prädestiniert, die eine präzise lineare Frequenzregelung erfordern, wie Beleuchtungsanlagen, Tongeneratoren, HF-Abstimmkreise und Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen.


Die MCUs besitzen bis zu 28 KB selbstlesende/-schreibende Flash-Programmspeicher, bis zu 2 KB RAM, einen 10-Bit-A/D-Wandler, einen 5-/8-Bit-D/A-Wandler, Capture-Compare-PWM-Module, selbstständige 10-Bit-PWM-Module und Komparatoren mit 60ns Ansprechzeit (typisch) sowie zusätzliche EUSART-, I2C- und SPI-Peripherie. Darüber hinaus sind sie in XLP-Technologie mit typischen Ruhe- und Arbeitsströmen von 35 µA/MHz bzw. 30nA ausgeführt.



Entwicklungsunterstützung und Preise

Die PIC16F170X/171X-Familie wird durch Microchips Entwicklungswerkzeuge unterstützt. Hierzu gehören das PICkit 3 (PG164130) für 44,95 US$, das MPLAB ICD 3 (DV164035) für 189,99 US$, die PICkit 3 Low Pin Count Demonstrationsplatine (DM164130-9) für 25,99 US$, das PICDEM Lab Development-Kit (DM163045) zum Preis von 134,99 US$und PICDEM 2 Plus (DM163022-1) für 99,99 US$.


Der MPLAB Code-Konfigurator ist ein frei erhältliches Werkzeug, das C-Code generiert, der in das Projekt eingefügt werden kann. Er unterstützt zurzeit die Typen PIC16F1704/08 und ist ab April auch für die Typen PIC16F1713/16 und kurz danach für alle übrigen MCUs der Familie vorgesehen.


 


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