Eine unabhängige Jury hat drei Unternehmen für den Hermes Award 2026 nominiert. Es handelt sich um Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg.
Der Gewinner wird im Rahmen der Eröffnung der Hannover Messe am 19. April 2026 bekannt gegeben.
Der Hermes Award…
ist ein Industriepreis, der jährlich im Rahmen der Hannover Messe für eine herausragende Innovation verliehen wird. Ausgezeichnet werden Produkte und Lösungen mit einem besonders hohen technologischen Innovationsgrad. Auch Marktreife und Wirtschaftlichkeit spielen bei der Preisvergabe eine Rolle.
Die nominierten Projekte
- Festo: Bei dem nominierten Projekt handelt es sich um hochintegrierte Manifolds, das heißt mehrlagige Kunststoff‑Verteilerplatten, die Flüssigkeiten steuern, dosieren, mischen und sensorisch erfassen. Im Vergleich zu herkömmlichen Kanalplatten, die überwiegend passive Verteilerfunktionen übernehmen, integriert das Festo‑Manifold aktive Funktionen: optimierte Mischkanäle, medientrennende Ventiltechnologien mit minimiertem Totvolumen und eingebrachte Sensorik für Temperatur, Durchfluss, Druck, Farbigkeit, pH‑Wert etc. Die technische Neuheit ist die Kombination aus fein strukturierten, mehrlagigen Mikrokanälen sowie integrierten Ventil- und Dosierelementen, direkt eingebetteten sensorischen Messpunkten sowie einem fertigungstechnischen Prozessdesign.
- Schaeffler: Nominiert wurde eine Plattform für hochintegrierte Aktuatoren, welche für die Anwendung in den Gelenken von Humanoiden Robotern konstruiert wurde. Die Plattform umfasst Servo-Elektromotoren mit integrierter Leistungselektronik sowie Encodern und lässt sich mit zweistufigen Planetengetrieben oder Wellgetrieben konfigurieren. Dabei konnte der Bauraum reduziert werden. Um ein niedriges Temperaturniveau bei hohen Drehmomenten zu gewährleisten, wurde der Kupferfüllfaktor in der rahmenlosen PSM-Maschine erhöht.
- Ziehl-Abegg: Nominiert wurde das Unternehmen für eine elektrische Aufzugssynchronmaschine, die ohne Magnete aus Seltenen Erden auskommt und dabei dennoch eine gleichbleibend hohe Leistung bietet. Die Aufzugsmaschine arbeitet mit Ferritmagneten und verzichtet auf kritische Rohstoffe wie Neodym oder Dysprosium. Die Innovation liegt in einem komplett neuen Motordesign.



