Prof. Dr. Christoph Kutter löst den bisherigen VDE Präsidenten Alf Hendryk Wulf als VDE Präsident ab. Kutter ist Direktor des Fraunhofer EMFT und war in den letzten zwei Jahren bereits als Stellvertreter der VDE Präsidenten aktiv. Als Schwerpunkten seiner neuen Amtszeit sieht Kutter die Gewinnung von jungen Menschen für den VDE.
Wer ist der neue VDE-Chef?
Christoph Kutter ist seit Juli 2012 Direktor des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Mikrosysteme und Festkörper-Technologien (EMFT), einem Institut der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD). Seine Schwerpunkte dort sind Siliziumtechnologien, MEMS (Micro-Electro-Mechanical Systems), flexible Elektronik, Biosystemintegration und heterogene Integration verschiedener Festkörpertechnologien. Daneben hat er die Professur für Polytronische Systeme an der Universität der Bundeswehr München inne. Von 1995 bis 2012 war er in Führungspositionen bei Infineon Technologies und Siemens tätig, unter anderem als Leiter der Entwicklung von Kommunikationsprodukten, der Chipkarte und der zentralen Forschung. Von 1990 bis 1995 arbeitete er als Forschungswissenschaftler im Hochmagnetfeldlabor (Max-Planck-Institut für Festkörperphysik) in Grenoble, Frankreich.
Kutter studierte Physik an der Technischen Universität München und promovierte zum Dr. rer. nat. an der Universität Konstanz. Er ist Mitglied von acatech und der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW). Seit 2024 war er stellvertretender VDE Präsident.
Was macht der neue Stellvertreter?
Christoph Kutters Vorgänger als VDE Präsident, Alf Hendryk Wulf, ist zugleich sein Nachfolger als stellvertretender VDE Präsident. Wulf ist Aufsichtsrat und Beirat in verschiedenen Unternehmen der IT, Telekommunikation, Software, Elektrotechnik, Energie- und Rohstoff-Branche.
Nach dem Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität München begann er 1991 seine berufliche Tätigkeit bei Alcatel SEL, wo er 2003 zum Mitglied des Vorstandes berufen wurde und 2009 den Vorstandsvorsitz übernahm. 2012 wechselte er zur Alstom Deutschland AG, 2015 zu GE Power, jeweils als Vorsitzender des Vorstandes. Er leitet das Hi-Tech-Netzwerk BWCon in Baden-Württemberg und ist Mitglied des Beirates der Goethe-Gesellschaft in Weimar. Nach einer ersten Amtszeit 2011 und 2012 war Wulf seit 2023 zum zweiten Mal VDE Präsident.



