Forschungs- und Lernfabrik der TU Graz ist startbereit

Ausbildung & Karriere FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

An der TU Graz wird jetzt eine Pilotfabrik für Industrie-4.0-Fertigungskonzepte eröffnet, die über eine universitäre 5G-Campus-Lösung verfügt. Zur Infrastruktur gehören Industrieroboter, Fertigungsmaschinen und Softwarelösungen.



Die Infrastruktur der Forschungs- und Lernfabrik der TU Graz steht Unternehmen offen, um Lösungen für eine smarte Produktion zu entwickeln und zu testen. Im April 2021 wird die nahezu vierjährige Aufbauphase beendet und der Vollbetrieb gestartet. Erste Forschungsuntersuchungen laufen bereits. Die smartfactory@tugraz ist dem Institut für Fertigungstechnik der TU Graz zugeordnet.

Die 300 Quadratmeter große Fabrik ist mit einem campuseigenen 5G-Netz ausgestattet. Dieses ermöglicht großvolumige Übertragungskapazitäten zwischen den vielen internetbasierten Anwendungen. Ein spezielles Software-Paket gewährleistet die Datensicherheit, indem Abweichungen von den sonst üblichen Datenströmen erkannt werden und ein Alarm ausgelöst wird.
 

Was gehört zur Ausstattung? 

  • 300 m2 Laborfläche (mit 5G-Signal, UWB und WLAN)
  • 3 CNC Werkzeugmaschinen zur Produktion hochwertiger Metallbauteile
  • 9 Roboter von 5 Herstellern zur Erforschung der Zusammenarbeit „verschiedensprachiger“ Roboter
  • 2 Shuttlesmobile Roboter, einer davon ausgestattet mit einem zusätzlichen Roboterarm
  • 1 Laserschmelzanlage für den Metall-3D-Druck
  • 1 Werkzeugvermessungsstation zur Präzisionsfertigung
  • 1 Koordinatenmessmaschine zur Präzisionsvermessung von Bauteilen
  • 3 Lesestationen für RFID Anwendungen
  • 1 Metall 3D-Drucker zur Herstellung solider Sondergeometrien
  • 1 Lasermarkierstation


Aus- und Weiterbildung

Die smartfactory@tugraz ist nicht nur ein Versuchslabor für Industrieunternehmen und KMU und deren industrielle Entwicklungen und innovative Ideen, sie wird auch für die Aus- und Weiterbildung genutzt. Die Infrastruktur steht sowohl TU Graz-Studierenden diverser Studienrichtungen als auch außeruniversitären Bildungseinrichtungen mit fachspezifischen Schwerpunkten offen.


Wer ist dabei?  

Die Finanzierung in der Höhe von 4 Millionen Euro wurde aus Mitteln des BMK, der Wirtschaftskammer Steiermark, des Landes Steiermark und der Stadt Graz bestritten. Auch Industrieunternehmen unterstützten das Vorhaben. Zu den zwanzig Projektpartnern, die in den Aufbau involviert waren, zählen Anton Paar, AUVA, AVL List, B&R Industrial Automation, DMG MORI Austria, Festo, GGW Gruber & Co, incubed IT, Infineon Technologies Austria, Know Center, Land Steiermark, Magenta Telekom (T-Mobile Austria), Magna Powertrain, Magna Steyr Fahrzeugtechnik, NXP Semiconductors Austria, proALPHA Software Austria, Siemens AG Österreich, SoliDat Solutions in Data Processing, Stadt Graz, TAGnology RFID, TCM International Tool Consulting & Management, T-Systems Austria, Voestalpine Stahl, WKO Steiermark und Zoller Austria.

Fachartikel

Präzisions-Designs mit differenzieller Verstärker-Ansteuerung
Probleme und Lösungsansätze für IEEE 1588 Implementierungen
Kabellose Energieübertragung: Spulen als zentrale Bauelemente