Auf der Jahreshauptversammlung wurde die siebenköpfige Vorstandschaft der COGD für die nächsten zwei Jahre neu gewählt. Neben dem bei der Wahl für weitere zwei Jahr im Amt bestätigten Dr. Wolfgang Heinbach (Geschäftsführer GMP German Machine Parts), seinem Stellvertreter Axel Wagner (Head of Consulting, Legal & Compliance Prettl Electronics) und Kassenwartin Irina Werle (Obsoleszenzmanagerin BMK Group) gehören dem Gremium Frank Mützner (Long Term Availability Manager Osram Continental), Joachim Tosberg (Life Cycle Management RAFI), Stefanie Kölbl (Geschäftsbereichsleiterin Embedded TQ-Systems) und Christin Otto (Division Managerin Produkt Management Standard & Support Würth Elektronik eiSos) an.
Laut COGD ...
haben vor allem Hersteller besonders langlebiger Geräte und Anlagen schon seit Jahren zunehmend mit Beschaffungsproblemen zu kämpfen. Kurzfristig abgekündigte oder aus anderen Gründen auf dem Markt nicht mehr erhältliche Ersatzbauteile und Werkstoffe verursachen allein in Deutschland jährlich Ausfallschäden in dreistelliger Millionenhöhe.
Die Situation verschärft sich aktuell seit Beginn der Corona-Pandemie. Ein Großteil der aktuell 162 Verbandsmitglieder bewertet die aktuelle Situation auf dem Komponentenmarkt inzwischen als besorgniserregend und wachstumsgefährdend.
Besonders hart betroffen sind Hersteller aus Bereichen wie der Automobil-, Raumfahrt-, Militär-, Bahn-, Kraftwerks-, Medizin- und Automatisierungstechnik, die für Ihre Geräte- und Anlagen oftmals jahrzehntelang Ersatzteile benötigen. Die Verkappung in vielen Bauteilebereichen könnte dazu führen, dass ältere Produktlinien aus wirtschaftlichen Erwägungen noch schneller als bisher abgekündigt werden.
Der Verband will hier Unterstützung bieten und informiert über mögliche Verfahren und Lösungen, organisiert Arbeitsgruppen, bietet Fachvorträge, Berichte und Diskussionsgruppen.
Kommentar Dr. Wolfgang Heinbach, Vorstandsvorsitzender der COGD
„Viele elektronische Komponenten einsetzende Industrieunternehmen haben in Teilbereichen jetzt schon große Probleme, sich ausreichend mit der benötigten Ware zu versorgen. Dabei könnte das erst der Anfang einer längeren Durststrecke sein. Nachdem wichtige Rohstoffe wie beispielsweise Kupfer immer knapper werden und die Lieferzeiten für manche Halbleiterprodukte bei Neubestellungen inzwischen auf bis zu 30 Monaten angestiegen sind, rechnen wir bei einem gleichzeitig weiteren Anziehen der Weltkonjunktur mit der möglicherweise längsten Bauteile-Allokation der letzten Jahrzehnte. Problematisch ist nicht nur die Verknappung an sich, sondern auch die damit einhergehende extreme Verteuerung mancher Komponenten, die bei manchen Produkten einige hundert Prozent betragen kann. Bedauerlicherweise scheint manchen Herstellern der schnelle Dollar in solchen Zeiten offensichtlich wichtiger als die Einhaltung langfristiger Lieferverträge. Auch das zeigt den Ernst der Lage.“



