Wind River stellt die Version 4.6 seiner Systemsimulation Wind River Simics vor. Global verteilte Entwicklungsteams können damit gemeinsam an einem simulierten System arbeiten und dessen Zustand überwachen. Das Debuggen von Software-Applikationen ist auch bei Anwendungen möglich, die auf mehreren heterogenen Boards laufen. Zudem können Entwickler ihre Zielsysteme mit Wind River Simics 4.6 vollständig visualisieren und ihr Verhalten zur Laufzeit beobachten. Die neue Softwareversion ist ab dem 31. Mai 2011 weltweit verfügbar.
Mit Wind River Simics können Entwickler die Funktionalität und das Verhalten von Hardware-Systemen komplett simulieren und kritische Prozesse bei der Software-Entwicklung auf einer virtuellen Plattform ausführen. Dies gilt für Systeme mit nur einem Prozessor ebenso wie für komplexe Software-Anwendungen über verschiedene heterogene Plattformen hinweg und für Systeme, die via Netzwerk oder Internet mit weiteren Systemen verbunden sind. Designen, Debuggen, Integrieren und Testen dieser Systeme ist mit traditionellen Software-Entwicklungs-Tools aufwändig und oftmals ineffizient.
Wind River Simics ermöglicht es, per Simulation die kompletten Systeme in einer Entwicklungsumgebung abzubilden und zu testen, auch wenn darin Boards mit verschiedenen Architekturen und Betriebssysteme von unterschiedlichen Herstellern eingesetzt werden. Mit Simics kann in der virtuellen Umgebung jegliche Software wie Firmware-Code, Betriebssyteme und Applikationscode in derselben Weise wie auf der physikalischen Plattform ausgeführt werden.
Die Version 4.6 unterstützt integriertes Eclipse-Quellcode-Debugging, welches Vorteile der Simics spezifischen Funktionen wie umgekehrte Programmausführung (Reverse Execution) und Betriebssystemerkennung nutzt. Die Möglichkeiten für die Simulation heterogener Zielsysteme mit übergreifenden Anwendungen werden dadurch erweitert. Bei Entwickungsprojekten mit geografisch verteilten Teams ist der gemeinsame Zugriff auf ein komplettes elektronisches System und seinen Status möglich.
Individuell einstellbarer grafischer Output ermöglicht es, das Interface des Endsystems und den visuellen Runtime-Status virtuell darzustellen. So können das Feedback von Endanwendern und eigene Erfahrungen mit dem Verhalten eines Systems schon sehr früh in den Entwicklungsprozess einfließen. Wind River Simics unterstützt eine Palette an Hardware-Architekturen, darunter ARM, Intel, Mips und Power Architecture.