Infineon und ARM haben eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Sicherheitscontrollern für Chipkarten- und Sicherheitsanwendungen vereinbart. Infineon erhält dabei von ARM eine ARMv6M- und ARMv7M-Architekturlizenz und wird auf deren Grundlage eigene Prozessorkerne entwickeln. Darin wird Infineon seine Sicherheitsmechanismen integrieren. Die Kompatibilität mit dem Standard-Befehlssatz des ARM-Prozessors bleibt gewahrt. Dieses Verfahren ermöglicht die Wiederverwendung von Software und den Zugang zur ARM-Entwicklungsumgebung.
Mit der Serienfertigung des ersten Produktes, eines Sicherheitscontrollers für Multimedia-SIM-Karten, will Infineon im zweiten Halbjahr 2011 beginnen. Für Anwendungen mit besonders hohen Sicherheitsvorgaben will Infineon zukünftig ARM-Architektur-konforme Prozessorkerne auf seiner eigenen „Integrity Guard“-Sicherheitstechnologie aufbauen. Bei Chips für Kartenanwendungen ist Infineon nach eigenen Angaben Weltmarktführer. Das Unternehmen hielt 25,5 Prozent am Gesamtmarkt von 2,4 Milliarden US-Dollar in 2008.